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Griechenlands Premierminister Antonis Samaras sieht für sein Land das Schlimmste überstanden.

Auf Wachstumskurs

Griechischer Premier sieht sein Land im Aufwind

Athen - Für den griechischen Premierminister Antonis Samaras ist das Schlimmste überstanden. Er sieht das Krisenland wieder auf Wachstumskurs.

Zugleich stellt der Regierungschef seinen Landsleuten Steuererleichterungen in Aussicht. „Im dritten Quartal 2014 wird Griechenland wieder ein positives Wachstum verzeichnen, nach 24 Quartalen Rezession“, prognostizierte Samaras. Er sprach am Samstag bei der Eröffnung der größten griechischen Messe in Thessaloniki. Auch mit Bezug auf den Schuldenabbau gab er sich positiv: „In wenigen Monaten wird man uns bescheinigen, dass unsere Schulden tragfähig sind.“

Die Schulden seien in absoluten Zahlen schon jetzt leicht rückläufig, sagte Samaras. Wenn die Wirtschaft wieder anziehe, werde sich dies auch auf das Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) auswirken.

Den Griechen stellte Samaras Steuererleichterungen in Aussicht, darunter eine Senkung der Heizölsteuer um 30 Prozent. Die Erhöhung dieser Steuer habe sich als ineffektiv erwiesen und zudem der Umwelt geschadet - in den beiden letzten Wintern hatten viele Griechen mit Holz geheizt, weil sie sich kein Heizöl mehr leisten konnten. Auch ein Solidaritätsbeitrag von pauschal 650 Euro für alle Freiberufler soll spürbar gesenkt werden.

Die Regierung von Samaras muss bei der krisengeplagten Bevölkerung punkten, denn das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken führt derzeit deutlich in allen Umfragen. Allerdings müssen die internationalen Geldgeber Athens - die sogenannte Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds - grünes Licht für die versprochenen Steuersenkungen geben.

dpa

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