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Unschöne Angriffe aus Athen: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der griechische Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Umstrittener TV-Auftritt

Athen: Premierminister Tsipras giftet gegen Merkel

Athen/Berlin - Neuer Konfliktstoff zwischen Athen und Berlin: Der griechische Premierminister Alexis Tsipras hat Bundeskanzlerin Merkel öffentlich kritisiert und beleidigt.

Tsipras hat am späten Montagabend in der Sendung „Ston eniko“ auf dem Sender „Star Channel“ gegen die  deutsche Bundeskanzlerin vom Leder gezogen. Im Studio-Gespräch mit dem Journalisten Nikos Chatzinikolaou ging Tsipras vor laufender Kamera mit Angela Merkel und anderen europäischen Politikern hart ins Gericht.

„Merkel ist politisch schwach, Deshalb kann sie nicht eingestehen, dass die Griechenland-Politik der letzten Jahre nicht funktioniert hat“, sagte der Athener Regierungschef.

Ob bei solchen Aussagen die Berliner Offenheit und Hilfsbereitschaft für die Tsipras-Regierung weiter so hoch im Kurs steht? Wohl eher nicht.

Ausgeteilt  hat Tsipras in der Sendung auch in Richtung EU und Europäische Zentralbank und deren Chef Mario Draghi. „Unser Fehler war, dass wir auf eine mündliche Zusage der EZB vertraut haben, uns nichts schriftlich geben ließen“, sagte der Athener Premier und meinte damit speziell EZB-Chef Draghi.

Tsipras zieht personelle Konsequenzen

Über den umstrittenen TV-Auftritt Tsipras' hinaus, scheint ein Bemühens Athens erkennbar, den Geldgebern entgegenzukommen. 

Tsipras zieht aus den schleppenden Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern personelle Konsequenzen. Nach Angaben aus Regierungskreisen vom Montag wird der Chefunterhändler der griechischen Delegation bei den Geldgebern ausgetauscht. Der erfahrene frühere Unterhändler Giorgos Chouliarakis ersetzt demnach Nikos Theocharakis, den Vertrauten des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis.

Zudem sei eine Regierungs-Arbeitsgruppe für die politischen Verhandlungen mit den Geldgebern einberufen worden. Dieser gehöre auch Varoufakis an. Die Koordination werde aber der stellvertretende Außenminister Euklides Tsakalotos haben, hieß es weiter. Tsakalotos erklärte im Parlament, „wir machen Fehler und lernen daraus.“

js/dpa

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