+
Über die künftige Höhe der Krankenkassen-Beiträge ist eine Kontroverse entbrannt. Foto: Jens Büttner/Archiv

Gröhe warnt vor Panikmache bei Krankenkassenbeiträgen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat angesichts der Debatte über massiv steigende Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor Panikmache gewarnt.

Mit Blick auf die jüngsten Prognosen des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem von der Uni Duisburg-Essen sagte Gröhe, diese Einschätzung übersteige bei weitem die des Gesundheitsministeriums und des GKV-Spitzenverbandes. Wasem rechnet mit einem Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrages für die Krankenversicherung von jetzt 1,1 Prozent bis 2020 auf 2,4 Prozent.

Gröhe sagte, im Oktober werde der Schätzerkreis im Gesundheitswesen seine Prognosen für das kommende Jahr vorlegen, die sicherlich niedriger lägen. Er verwies in diesem Zusammenhang unter anderem darauf, dass die Ausgaben für Arzneimittel geringer anstiegen als erwartet.

Mit Blick auf die Forderung von SPD-Chef Sigmar Gabriel, zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber zurückzukehren, sagte Gröhe, er sehe keinen Grund, von der jetzigen Finanzierung abzuweichen. Der CDU-Politiker machte deutlich, dass er dies für ein Wahlkampfthema der SPD halte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Aktuelle Umfrage: AfD jetzt bei 14 Prozent
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die AfD ist nach dem Jamaika-Aus klar im Aufwind bei 14 Prozent. Hier finden Sie die neueste Umfrage und Prognose zur AfD.
Aktuelle Umfrage: AfD jetzt bei 14 Prozent
Wehrbeauftragter Bartels stellt Zahl der Auslandseinsätze in Frage
Hans-Peter Bartels hat sich dafür ausgesprochen die Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr zu verringern. Der aktuelle Wehrbeauftragte des Bundestags sagte, dass die …
Wehrbeauftragter Bartels stellt Zahl der Auslandseinsätze in Frage
Kubicki: Was FDP vorgeworfen wird, kann man auch SPD vorwerfen
Die FDP hat einer Jamaika-Koalition den Todesstoß verpasst. Noch immer streiten die Parteien, wer der Schuldige ist - und ob es Neuwahlen geben soll. Alle News in …
Kubicki: Was FDP vorgeworfen wird, kann man auch SPD vorwerfen
Keine Koalition in Sicht: So geht es jetzt weiter
Jamaika ist gescheitert. Nun braucht Berlin neue Lösungen. So sieht der Fahrplan für die kommenden Wochen aus - bis hin zu einer möglichen Neuwahl.
Keine Koalition in Sicht: So geht es jetzt weiter

Kommentare