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Tausende Soldaten und Polizisten wollen die Proteste verhindern.

Proteste erwartet

Großaufgebot gegen "Putschparty" in Thailand

Bangkok - Tausende Soldaten und Polizisten hat die Militärjunta in Thailand am Sonntag in Bangkok zur Verhinderung erwarteter Proteste gegen den Putsch aufgeboten.

Die Sicherheitskräfte bezogen in einem zentralen Einkaufsviertel Posten, in dem ein politischer Aktivist eine „Putschparty“ angekündigt hatte. Das vom Militär verhängte Kriegsrecht untersagt Versammlungen mit mehr als fünf Teilnehmern. Bis zum Nachmittag kam es aber zu keinen größeren Demonstrationen. Rund 50 Putschgegner trafen sich an einer Kreuzung und riefen „Wahlen, Wahlen“ sowie „Armee und Polizei, raus hier“.

Eine Frau, die mit einer Gesichtmaske des Aktivisten Sombat Boonngamanong auftauchte, wurde von der Polizei festgenommen, als sie versuchte zu flüchten. „Ich habe den Veranstaltungsort der Party geändert“, schrieb Sombat später auf seiner Facebook-Seite, ohne zu sagen, wo seine Anhänger ihn nunmehr treffen sollten.

Er hatte die Proteste der „Rothemden“ unterstützt, die das Zentrum Bangkoks 2010 über Monate besetzt gehalten hatten, und hat sich bisher den Vorladungen der Junta zu einer Befragung entzogen. Seit der Machtübernahme wurden mehr als 200 Menschen festgenommen. Die meisten kamen nach einer Woche oder wenigen Tagen wieder frei.

Das Militär will frühestens in 14 Monaten wieder demokratische Wahlen zulassen. Wie Juntachef Prayuth Can-ocha am Freitag in einer Fernsehansprache sagte, will die Armee die Amtsgeschäfte selbst zwei bis drei Monate führen. Anschließend soll eine zivile Regierung ernannt werden, die aber vor Neuwahlen ein Jahr lang Reformen durchsetzen soll. Das entspricht genau den Forderungen der Regierungsgegner, die seit November mit Massendemonstrationen den Regierungsbetrieb gestört und den Sturz der 2011 mit großer Mehrheit gewählten Regierung verlangt hatten.

dpa

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