+
Das britische Parlament hat sich für die Luftangriffe entschieden.

Über 30 Länder vor Angriffen gewarnt

Großbritannien stimmt Luftangriffen auf IS zu

London - Großbritannien schließt sich dem internationalen Militärbündnis gegen die Terrormiliz IS an. Derweil wird in 30 Ländern vor IS-Anschlägen gewarnt.

Großbritannien schließt sich einem internationalen Militärbündnis gegen die Terrormiliz IS im Irak an. Das Unterhaus gab der Regierung von Premierminister David Cameron am Freitag mit großer Mehrheit grünes Licht für den Militäreinsatz. 524 stimmten für den Regierungsantrag, 43 stimmten dagegen.

Das Mandat schließt den Einsatz von Bodentruppen aus. Ausgeklammert ist ebenso eine mögliche Beteiligung an Luftschlägen gegen den IS auf syrischem Boden. Vor einem Jahr war eine britische Beteiligung an Luftschlägen gegen das Assad-Regime in Syrien noch überraschend am Widerstand des Parlaments gescheitert.

Auswärtiges Amt warnt vor Anschlägen

Nach den Anschlagsdrohungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für Reisende rund um den Globus aktualisiert. Für mehr als 40 Länder in Nahost, Afrika und Asien gab das Außenministerium bis Freitagnachmittag aktualisierte Hinweise heraus. Darin heißt es, die IS-Miliz habe mit "Anschlägen auf die Interessen westlicher Länder gedroht". Es sei nicht auszuschließen, dass westliche Ausländer auch im Ausland "Ziel terroristischer Gewaltakte, von Entführungen und von kriminellen Übergriffen" durch IS-Sympathisanten werden könnten.

Die IS-Miliz hatte am Montag dazu aufgerufen, wahllos Bürger jener Staaten zu töten, die sich an der internationalen Koalition gegen die Dschihadisten beteiligen. In dem jeweils gleichlautenden "dringenden regionalen Sicherheitshinweis" des Auswärtigen Amtes heißt es nun, erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestünden etwa an Orten, "an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren". Deshalb werde zu "erhöhter Wachsamkeit" geraten. Menschenansammlungen sollten gemieden und die Anweisungen örtlicher Sicherheitsbehörden befolgt werden. Reisende sollten die Berichterstattung in den Medien verfolgen.

Zu den Ländern, deren Sicherheitshinweise aktualisiert wurden, gehörten bis zum Abend mehr als drei Dutzend Länder im Nahen Osten, Afrika und Asien. Namentlich waren dies Afghanistan, Ägypten, Algerien, Bahrain, Bangladesch, Burkina Faso, Dschibuti, Indonesien, Israel, Irak, Iran, Jemen, Jordanien, Kamerun, Katar, Kenia, Kuwait, Libanon, Libyen, Malaysia, Mali, Marokko, Mauretanien, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Philippinen, Saudi-Arabien, Senegal, Somalia, Sudan, Syrien, Thailand, Tschad, Tunesien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie die Palästinensischen Gebiete.

dpa/AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jamaika-Aus! Lindners FDP bricht Verhandlungen ab - Seehofer dankt Merkel
Bei den Jamaika-Sondierungen sollte es am Sonntag einen „letzten Versuch“ für eine Einigung geben. Nun traf die FDP eine Entscheidung - gegen die Viererkoalition.
Jamaika-Aus! Lindners FDP bricht Verhandlungen ab - Seehofer dankt Merkel
Jamaika gescheitert: Kommen jetzt Neuwahlen?
Die Jamaika-Verhandlungen wurden von der FDP abgebrochen. Gibt es Neuwahlen? Alle Infos finden Sie hier.
Jamaika gescheitert: Kommen jetzt Neuwahlen?
Jamaika-Sondierungen sind gescheitert
Am Schluss hat es doch nicht gereicht. Kein Vertrauen, das für vier Jahre ausreichen würde, sagt die FDP und zieht die Reißleine. Was nun, Frau Merkel?
Jamaika-Sondierungen sind gescheitert
Machtkampf in der CSU eskaliert: „Wir zerstören uns selbst“
Der Machtkampf in der CSU eskaliert. Auf Ilse Aigners Urwahl-Ideen reagiert das Söder-Lager zornig und laut – mit persönlichen Angriffen. Der Graben zieht sich …
Machtkampf in der CSU eskaliert: „Wir zerstören uns selbst“

Kommentare