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Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier.

ARD-Deutschlandtrend

Breite Zustimmung für Merkel und Steinmeier

Berlin - Sowohl die Aufstellung von Frank-Walter Steinmeier für die Wahl zum Bundespräsidenten, als auch die erneute Kandidatur von Angela Merkel als Bundeskanzlerin, stoßen in der Bevölkerung auf große Zustimmung.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage vom ARD-"Deutschlandtrend" halten 82 Prozent Steinmeier für einen guten Kandidaten für das Bundespräsidentenamt. Nur zwölf Prozent sind demnach der Ansicht, dass der SPD-Politiker kein guter Nachfolger für Bundespräsident Joachim Gauck sei.

Gauck tritt aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit an. Seinen Nachfolger bestimmt am 12. Februar 2017 die Bundesversammlung, der die 630 Abgeordneten des Bundestages sowie die gleiche Anzahl an Ländervertretern angehören. CDU/CSU und SPD haben eine klare Mehrheit. Die große Koalition hatte sich Mitte November auf Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten verständigt.

59 Prozent der Bürger befürworten Merkels Kanzlerkandidatur

Auch die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 erneut als Kanzlerkandidatin anzutreten, findet laut einer Umfrage deutlichen Rückhalt in der Bevölkerung. Wie der am Donnerstag veröffentlichte ARD-"Deutschlandtrend" ergab, finden es 59 Prozent der Deutschen gut, dass die CDU-Chefin ihren Hut erneut in den Ring wirft. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als im September. 39 Prozent der Befragten finden es nicht gut.

Von den Anhängern der CDU begrüßen demnach 89 Prozent eine erneute Kandidatur Merkels, zehn Prozent lehnen sie ab. Von den CSU-Anhängern sind 82 Prozent für eine Kandidatur Merkels und 18 Prozent dagegen.

Sollte es ein Kanzlerkandidaten-Duell zwischen Angela Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel geben, läge die Kanzlerin laut "Deutschlandtrend" in der Gunst der Bürger klar vorn. Wenn die Bürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 57 Prozent der Befragten für Merkel entscheiden, das ist ein Zuwachs von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zum September.

19 Prozent würden sie für den amtierenden Bundeswirtschaftsminister entscheiden. Dies bedeutet einen Rückgang um acht Prozentpunkte Vergleich zum September. 19 Prozent geben an, dass keiner der beiden Politiker als Regierungschef in Frage komme.

Bei einem Kanzlerkandidaten-Duell zwischen Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) wäre der Abstand der Umfrage zufolge deutlich knapper. 43 Prozent würden sich in diesem Fall für Merkel entscheiden, 36 Prozent für Schulz, der derzeit als künftiger Bundesaußenminister nach einer Wahl von Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Bundespräsidenten gehandelt wird. 13 Prozent würden sich für keinen von beiden entscheiden.

Für die Umfrage wurden am Montag und Dienstag gut tausend Bürger befragt.

afp

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