Anton Hofreiter im Bundestag - die Grünen begehen ihren nächsten Wahlkampf-Fehler, kommentiert Mike Schier.
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Anton Hofreiter im Bundestag - die Grünen begehen ihren nächsten Wahlkampf-Fehler, kommentiert Mike Schier.

Kommentar zum Häuschen-Streit

Hofreiters Bärendienst! Aufgewachsen im Haus mit Garten in Sauerlach - und nun dieses grüne Eigentor

  • Mike Schier
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Anton Hofreiters Einfamilienhaus-Meinung auf ein Verbot zu reduzieren wäre plump - aber die Grünen haben aus der „Veggie Day“-Misere offenbar nichts gelernt, kommentiert Mike Schier.

Acht Monate vor der Bundestagswahl haben sich die bislang so hoffnungsvollen Grünen ein schönes Eigentor geschossen. Wie vor vier Jahren, als ihr der „Veggie-Day“ um die Ohren flog, steht der Ökopartei jetzt ein Häuserwahlkampf der anderen Art ins Haus. Mit seinen skeptischen Äußerungen zum frei stehenden Einfamilienhaus dürfte Fraktionschef Toni Hofreiter, der einst in einem Haus mit Garten in Sauerlach aufwuchs, seiner Partei einen politischen Bärendienst erwiesen haben.

Einfamilienhaus-Streit bei den Grünen: Hofreiter will kein plumpes Verbot

Da hilft es auch nicht, dass Hofreiter im Spiegel-Interview ziemlich differenziert argumentiert. Ihm geht es vor allem um mehr Rechte für Kommunen, bei der Ausweisung von Baugebieten konkrete Vorgaben zu machen. Ziel: Die Verödung der Ortskerne und die Zersiedelung der Ränder einzudämmen und vor allem in den teuren Großstädten auch noch Wohnraum für die vielen Menschen zu schaffen, die sich kein Millionen-Heim leisten können. Man muss seine Meinung nicht teilen, aber sie auf ein Verbot zu reduzieren, ist doch etwas plump.

Grüne im Wahljahr: Die Partei hat aus dem „Veggie-Day“ wenig gelernt

Nur: Auch die Idee des „Veggie-Day“ war natürlich wesentlich differenzierter als die Debatte, die sich um ihn entspann. Dass die Grünen daraus so wenig gelernt haben und nun den politischen Gegnern wieder eine Vorlage liefern, überrascht. Gerade im ländlichen Raum, wo die Partei der gut verdienenden Großstädter allmählich Fuß zu fassen beginnt, könnte ihr das Thema um die Ohren fliegen. Auch in den Metropolregionen leben viele potenzielle Grünen-Wähler, die in ihrem Garten aktiv Umweltschutz betreiben. Übrigens: In einem Monat wählt Baden-Württemberg – das Land der Häuslebauer.

Mike Schier

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