SPD und Grüne fordern Abschaffung der Studiengebühren

München - SPD und Grüne haben im Landtag die Abschaffung der Studiengebühren gefordert.

In den ersten Gesetzentwürfen der neuen Legislatur argumentierten die zwei Oppositionsparteien am Donnerstag in München, die Gebühren schreckten viele Abiturienten vom Studium ab. CSU und FDP lehnten die Gesetzentwürfe ab.

Die Studiengebühren seien sozial ungerecht, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Adelheid Rupp. Die Grünen bemängelten, dass die versprochenen Stipendien für die Studenten immer noch nicht in Sicht seien. Die Kredite, die die Studenten aufnehmen können, seien zu teuer, sagte die Grünen-Abgeordnete Ulrike Gote. Auf der Zuschauertribüne saßen viele Studenten, die Beifall klatschten. Da Applaus von den Zuschauerrängen nicht vorgesehen ist, drohte Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) mit der Räumung der Tribüne.

Die CSU wies die Kritik zurück. Ein Viertel der Studenten sei aus sozialen Gründen von den Gebühren ausgenommen, sagte CSU-Hochschulexperte Bernd Sibler. Die Studienbeiträge würden sinnvoll zur Verbesserung der Lehre eingesetzt.

dpa/lby

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