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Nach der Landtagswahl in Niedersachsen: Grüne zeigen sich gesprächsbereit

Nach der Landtagswahl

Grüne fordern von FDP Bereitschaft zur Ampel in Niedersachsen

Nach der Wahl in Niedersachsen zeigen sich die Spitzenvertreter der Grünen bereit für Sondierungsgespräche. Die Haltung der FDP stößt auf Unverständnis. 

Berlin - Die Grünen machen Druck auf die FDP, in Niedersachsen ein rot-grün-gelbes Dreierbündnis zu ermöglichen. Die Bürger erwarteten eine SPD-geführte Regierung, sagte Parteichefin Simone Peter am Montag in Berlin. „Wir erwarten, dass die FDP jetzt in Gesprächen einlenkt und auch eine Ampel ermöglicht.“

Zu einer möglichen Minderheitsregierung von SPD und Grünen sagte Peter, das sei „möglicherweise darstellbar“ - aber das müssten die Niedersachsen ausloten. Rot-Grün hat bisher in Niedersachsen regiert, nun fehlt dem Bündnis ein Sitz zur Mehrheit.

Eine Koalition von CDU, Grünen und FDP, die eine Mehrheit hätte, sei in Niedersachsen „sehr, sehr schwierig“, sagte Peter. Nach den erneuten Stimmenverlusten für die Union würden auch Jamaika-Gespräche im Bund „nicht einfacher“.

Grüne bereit für Sondierungsgespräche über Jamaika-Bündnis

Auch Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter betonte, er erwarte von allen demokratischen Parteien, gesprächsfähig zu sein. Die Grünen seien im Bund bereit, Jamaika zu sondieren - und das sei noch „einen Tick komplizierter“. Den Verlust von rund fünf Prozentpunkten bei den Grünen in Niedersachsen nannte Hofreiter ein „durchwachsenes Ergebnis“.

Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach von einem „herben Verlust“. Viele Wechselwähler hätten sich für die SPD entschieden statt für die Grünen. Am Wahlkampf in Niedersachsen habe es aber nicht gelegen. Die Situation sei schwierig gewesen, weil eine Grünen-Landtagsabgeordnete mit ihrem Übertritt zur CDU die Wahl erst notwendig gemacht habe.

dpa

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