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„Grünes“ Manöver? Laschet verkündet intern gewagten Wahlkampf-Plan

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Armin Laschet im Grünen: Der CDU-Chef bei einem Besuch auf der Galopprennbahn in Düsseldorf.
Armin Laschet im Grünen: Der CDU-Chef bei einem Besuch auf der Galopprennbahn in Düsseldorf. © Rolf Vennenbernd/dpa

„Wenn alle für Klimawandel sind ...“: Armin Laschet setzt im Wahlkampf auf ein pikantes Manöver. Unterdessen begeben sich die Grünen auf Unions-Terrain.

Berlin - Mit ihrem neuen Wahlprogramm ist nun auch die Union im Wahlkampf angekommen - Hauptkonkurrent sind nach wie vor die Grünen. Und die will Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) nun sogar mit ihrer eigenen Hauptwaffe schlagen: Dem Thema Klimawandel. Das hat Laschet am Dienstag intern durchblicken lassen; bei einem Treffen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Dienstag.

Laschet deutet Strategie an: Union will mit Grünen-Thema punkten - Kandidat stichelt heftig gegen SPD

In der Sitzung sagte Laschet nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP: „Wenn alle für Klimawandel sind, fragen die Menschen: Wer kann es denn?“. Hier trauten die Menschen der Union zu, den Wandel zu gestalten.

„Wir wollen Klimawandel, Industriearbeitsplätze und Sicherheit“, wurde Laschet von Teilnehmern gegenüber AFP zitiert. Er wundere sich, dass sich die SPD nicht mehr um die Arbeitnehmer kümmere. Manche Gewerkschaften fühlten sich mittlerweile bei der Union besser aufgehoben als bei der SPD. Laschet forderte, beim Klimaschutz auch globale Antworten zu finden. „Beim Klimaschutz muss man auch mit Russland sprechen, auch wenn es schwer ist“, zitierten Teilnehmer den CDU-Chef.

Auch im Unions-Wahlprogramm findet sich das Thema Klimawandel an prominenter Stelle - wenngleich ohne konkrete Zahlen. Zu der seit Wochen umstrittenen Frage des CO2-Preises findet sich darin ein eher wolkiger Passus: „Wir wollen den Aufwuchspfad der CO2-Bepreisung straffen“, heißt es. Hinter den eher vagen Ansagen könnte ein durchaus aussichtsreiches Kalkül stecken, wie Merkur.de kommentierte.

Grüne begeben sich auf Unions-Terrain: Özdemir besucht Autobauer Audi - und ist voll des Lobes

Die Grünen wiederum begaben sich am Dienstag auf Stamm-Terrain der Union - und statteten der Auto-Industrie einen Besuch ab. Ex-Parteichef Cem Özdemir besuchte den Autobauer Audi, wie er selbst auf Twitter mitteilte.

Özdemir, der sich zuletzt verstärkt auf Verkehrsthemen konzentrierte hatte, zeigt sich im Anschluss voll des Lobes. Er attestierte Audi-Vorstandschef Markus Duesmann eine „Hammer Ankündigung heute!“ und freute sich über ein „gutes Gespräch“. Audi will bis zum Jahr 2033 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr herstellen. Bis 2033 werde die Produktion der letzten Verbrenner auslaufen, hatte Duesmann zuvor mitgeteilt. Die Pläne der Ingolstädter waren allerdings bereits vorab durchgesickert.

Der Konkurrenz von der Union hatten Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Montag den Versuch eines „Durchwurstelns“ vorgeworfen - und „unsolide“ Planungen im Wahlprogramm. (AFP/fn)

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