Ärger in der Sommerpause des Landtags

Grüne sauer über Pumpspeicher-Studie

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München - Das Warten auf eine Studie über mögliche Standorte von Pumpspeicherkraftwerken sorgt während der Sommerpause für Ärger im Landtag.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann kritisierte: „Wenn schon diese Potenzialstudie auf Sparflamme und im Schneckentempo durchgeführt wird – auf was muss man sich dann erst bei einer möglichen Realisierung eines Projekts gefasst machen?“ Hintergrund ist eine Landtagsanfrage Hartmanns an das bayerische Wirtschaftsministerium. Dessen Staatssekretär Franz Pschierer beziffert die Kosten in der Antwort auf gut 200 000 Euro. Hartmann nennt das einen „Mini-Etat“.

Außerdem verwahrt sich Pschierer gegen den Vorwurf, die Veröffentlichung der Studie werde hinausgezögert. Obwohl die Untersuchung schon 2011 in Auftrag gegeben worden war, liege man im Zeitplan. Es handle sich um eine komplexe Angelegenheit, schreibt Pschierer. „Die Arbeiten befinden sich in der Schlussrunde.“

Die Pumpspeicherkraftwerke dienen der Speicherung von elektrischer Energie, was mit Zunahme des vom Wetter abhängigen Ökostrom immer wichtiger wird. Das beauftragte Ingenieurbüro soll untersuchen, wo in Bayern der Bau von Pumpspeicherkraftwerken technisch möglich sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist. Vor Ort – beispielsweise am Jochberg – stoßen die Pläne stets auf große Kritik, weshalb Pschierer schon jetzt betont, die Veröffentlichung der Studie bedeute keine Festlegung auf einzelne Standorte. Von einem Kataster könne keine Rede sein. Hartmann kritisiert, dass die Studie nur das technisch Mögliche, nicht aber den potenziellen Bedarf ermittle. „Wenn man aber den Bedarf nicht kennt – wie will man dann die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte beurteilen“, fragt der Fraktionsvorsitzende. „Letztlich ist diese so genannte Studie ein dünnes Papier mit bloßem Alibi-Charakter."

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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