Droht jetzt sogar „Platz 3“?

Umfrage nach Parteitag: Baerbocks Grüne sinken jetzt sogar unter magische Marke

  • Josef Forster
    VonJosef Forster
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Die Grünen beschlossen am 13. Juni ihr Programm für die anstehende Bundestagswahl mit großer Zustimmung. Die aktuelle INSA-Umfrage dürfte Baerbock, Habeck und Co. nicht gefallen.

München/Berlin - Am vergangenen Wochenende einigten sich die Grünen auf ein Programm für die Bundestagswahl. Das Wahlprogramm mit dem Titel „Deutschland. Alles ist drin“ setzt den Fokus auf einen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Spitzenkandidatin Annalena Baerbock betonte die Notwendigkeit, einen breiten gesellschaftlichen Konsens für den Klimaschutz zu erreichen. Mit ihren Forderungen traf sie den Geschmack der Delegierten: 98,5 Prozent der Stimmberechtigten wählten sie zur Kanzlerkandidatin der Grünen. Doch kann mit dem Wahlprogramm auch die Regierungsübernahme gelingen? Wie eine INSA-Umfrage für die Bild am 14. Juni zeigt, verlieren die Grünen an Zustimmung.

Umfrage-Ernüchterung für die Grünen: Droht jetzt „Platz 3“?

Laut des aktuellen Insa-Meinungstrends müssen die Grünen sinkende Zustimmungswerte hinnehmen. Gegenüber der Vorwoche verliert die Partei einen Prozentpunkt und rutscht mit 19,5 unter die 20-Prozent-Marke. Für die Grünen bedeutet das den schlechtesten Wert seit März. Der Zeitraum der Befragung schloss das Wochenende des Grünen-Parteitags mit ein, sodass die sinkenden Umfragewerte womöglich auf die Beschlüsse der Versammlung zurückzuführen sind. Die politischen Mitbewerber steigen hingegen in der Wählergunst.

Die SPD holt auf. Im Vergleich zur Vorwoche verbessern sich die Sozialdemokraten um einen Prozentpunkt auf 16,5 Prozent - und liegen nur noch drei Prozentpunkte hinter den Grünen. Die Union geht als Gewinner der aktuellen INSA-Umfrage hervor. 27,5 Prozent der Stimmen würde die Union erringen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, ermittelt INSA. Die Fraktion aus CDU/CSU verbessert sich um einen Prozentpunkt und baut so den Vorsprung auf die Grünen aus.

INSA-Umfrage: Union gewinnt, AfD und FDP halten ihre Werte

Während die Union in der aktuellen Umfrage wachsende Zustimmungswerte verzeichnet, stagnieren FDP und AfD. Die Liberalen halten ihre 13,5 Prozent aus der Vorwoche, ebenso die AfD (11 Prozent). Die Linke verliert einen Prozentpunkt und müsste sich mit sechs Prozent der Stimmen Sorgen um die Sperrklausel machen (diese liegt bei fünf Prozent). Nach den aktuellen Mehrheitsverhältnissen ist eine Große Koalition aus Union und SPD nicht mehrheitsfähig, wohingegen die Jamaika-Koalition aus Union, Grüne und FDP auf 59,5 Prozent der Stimmen kommt. Auch die „Deutschland-Koalition“ aus Union, SPD und FDP hätte eine Mehrheit. Ebenso muss Annalena Baerbock in einer weiteren Umfrage eine Niederlage verkraften, wie kreiszeitung.de* berichtet. (jjf/AFP) *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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