"Atom-Aus ist eine Erfolgsgeschichte"

Grüne: Neue Milliarden für Energiewende

Weimar - Die Grünen wollen bei einem Wahlsieg die Energiewende mit einem milliardenschweren Einsparfonds und einem Kohle-Verzicht auch bei hohem Strombedarf vorantreiben.

Der Energiesparfonds von drei Milliarden Euro sei für deutliche Fortschritte bei Einsparungen und energetischer Gebäudesanierung nötig, sagte Fraktionschef Jürgen Trittin bei der Klausur der Abgeordneten am Donnerstag in Weimar. Ziel sei eine jährliche Gebäudesanierungs-Rate von mehr als zwei Prozent. Die Bundesregierung will zwei Prozent, was aber derzeit nicht erreicht wird.

Beim Strom decke die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Spitzenlast durch den planwirtschaftlichen Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken, kritisierte Trittin. Neben dem Stromerzeugungs- solle stattdessen ein Kapazitätsmarkt entstehen. Wer Ausgleichskapazitäten herstelle, erhalte dann eine Vergütung. Es müsse Schluss sein mit den Ausnahmen von der Netzumlage etwa für Banken-Rechenzentren oder Golfplätze.

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

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Die Energiewende sei mit einem Überangebot an Strom trotz Atom-Aus eine Erfolgsgeschichte. „Jene meckern am lautesten, die besonders von den gesunkenen Erzeugerpreisen in Deutschland, von den sinkenden Endkundenpreisen profitiert haben, nämlich gerade die Industrie.“ Am Freitag soll die Klausur mit der Verabschiedung einer Weimarer Erklärung enden.

dpa

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