Forderung der Grünen

Zwei Milliarden Kilowattstunden mehr Ökostrom pro Jahr

München - Die Landtags-Grünen fordern einen grundlegenden Kurswechsel der Staatsregierung in der Klimapolitik.

Fraktionschef Ludwig Hartmann schlägt ehrgeizige Ziele für Energieeinsparung und Ökostromproduktion in Bayern vor: Der Stromverbrauch soll um eine Milliarde Kilowattstunden pro Jahr reduziert werden, und die Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom um jeweils eine weitere Milliarde Kilowattstunden jährlich gesteigert werden. „Klimapolitik erfordert ein grundsätzliches Umdenken, und dazu ist die Staatsregierung nicht bereit“, warf Hartmann Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dessen Kabinett vor.

In jedem bayerischen Landkreis soll es eine Energieagentur geben

Anlass der Grünen-Forderungen ist die Pariser Klimakonferenz. Auch Bayern könnte nach Hartmanns Einschätzung einen Beitrag zur Eindämmung der globalen Erwärmung leisten. „Es sind die führenden Kräfte in der CSU einschließlich des Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Seehofer, die keinen Finger für den Schutz des Erdklimas rühren“, sagte Hartmann. Zumindest die Diskussion über das Weltklima wird in dieser Woche im Landtag eine größere Rolle spielen: Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) plant für den Mittwoch eine Regierungserklärung.

Grünen-Fraktionschef Hartmann hat eine umfangreiche Liste von Vorschlägen ausgearbeitet So solle es in jedem bayerischen Landkreis eine Energieagentur geben, die Bürger, Kommunen und Unternehmen beraten kann. Kommunale Klimaschutzmanager sollen zur Bewusstseinsbildung beitragen und Stromsparprojekte anstoßen. Die Verschärfung der Abstandsregeln für Windräder zu Wohngebäuden sollte nach Hartmanns Forderung wieder gestrichen werden. Und für öffentliche Gebäude soll es eine „Ausbau-Offensive“ mit Solaranlagen geben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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