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In der Drogen-Affäre um Volker Beck hält Grünen-Chef Cem Özdemir eine Rehabilitierung seines Parteifreundes für möglich. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Drogen-Affäre

Grünen-Chef Özdemir will Beck zweite Chance geben

Berlin - In der Drogen-Affäre um den Bundestagsabgeordneten Volker Beck hält Grünen-Chef Cem Özdemir eine Rehabilitierung seines Parteifreundes für möglich.

"Ich komme zwar aus einer muslimischen Familie, aber ich habe gelernt, dass es ein Teil des christlichen Menschenbildes ist, dass man Menschen nicht nur eine zweite, sondern auch eine dritte und vierte Chance geben muss", sagte Özdemir "faz.net" am Freitag. "Man sollte immer wieder eine Chance erhalten, das sollte das Leitbild für alle Humanisten sein."

In der Frage eines möglichen Mandatsverzichts Becks, der zuvor schon seine politischen Ämter in der Fraktion niedergelegt hatte, plädierte Özdemir dafür, die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abzuwarten.

Der Grünen-Chef sieht durch den Fall Beck auch keine Notwendigkeit, die liberale Drogenpolitik seiner Partei zu korrigieren: "Unsere Haltung ist glasklar: Crystal Meth ist eine harte und gefährliche Droge, die zu Recht verboten ist."

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte bestätigt, dass bei Beck 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz" gefunden wurden. Der "Bild"-Zeitung zufolge soll es sich um die Droge Crystal Meth handeln. Beck hat unter anderem seine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher der Fraktion zur Verfügung gestellt.

Auch Co-Grünen-Chefin Simone Peter mahnte, die Ermittlungen abzuwarten. "Ein einzelnes Fehlverhalten sollte im Wahlkampf nicht ausgeschlachtet werden", sagte Peter der "Saarbrücker Zeitung" mit Blick auf die Landtagswahlen am 13. März. Denn es sei klar, "dass dies vor allem ein menschliches Drama ist".

dpa

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