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Katharina Schulze erhielt in Ingolstadt hohe Zustimmungswerte.

Liste für die Landtagswahl

Grüne in Bayern: Schulze wird gefeiert - ein prominenter Name muss zittern

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Die Grünen haben weitgehend einvernehmlich die Liste für die Landtagswahl im wichtigsten Regierungsbezirk gereiht.

München –  Katharina Schulze und Ludwig Hartmann führen die oberbayerische Liste an. Die beiden Fraktionschefs erhielten am Sonntag 97 und gut 90 Prozent von den gut 100 Delegierten in Ingolstadt.

Schulze zückte in ihrer sieben Minuten kurzen Vorstellungsrede eine „To-do“-Liste und bat um Erledigung am 14. Oktober, dem Wahltag: „Zweistellig werden, absolute Mehrheit einer Regionalpartei brechen und Verantwortung übernehmen.“ Sie machte deutlich, die Grünen in die Regierung führen zu wollen. „Ich möchte ein Bayern, das endlich gescheit regiert wird.“ 

Am 14. Oktober wird gewählt. Wir haben die wichtigsten Informationen zur Landtagswahl 2018 in Bayern für Sie zusammengefasst.

Schulze gibt sich als Verfassungsschützerin

Die Münchnerin sprach vor allem grüne Kernthemen an: „Die Alleinerziehende, die sich die überteuerte Wohnung nicht mehr leisten kann, die Biene, die verzweifelt eine Blume sucht, und der Architekt, der auf dem Land kein schnelles Internet hat – all diese Menschen und die Biene und die Blume brauchen starke Grüne bei der Landtagswahl.“ Schulze ließ aber auch andere Töne anklingen: Die Grünen seien auch Verfassungsschützer. Und: „Ich fasse es nicht, wenn Feuerwehr, Polizistinnen und Polizisten angegriffen werden.“

Gegenkandidaten gab es weder zu Schulze noch zu Hartmann. Der in München kandidierende Abgeordnete warb in seiner Rede – frei – für eine „Politik, die denkt, bevor der Bagger kommt“, für eine giftfreie Landwirtschaft in ganz Bayern und für gleiche Bildungschancen, „egal ob die Mutter Flüchtling oder Zahnarzt ist“. Hartmann mahnte, die Wohnsituation in Ballungsräumen sei „die soziale Frage unserer Zeit“. Ein starker Staat müsse in der Wohnungspolitik nicht nur lenken, sondern durchgreifen: „Das geht nicht mehr anders.“

Monatzeder muss zittern

Die weiteren Listenplätze gingen, wie intern erwartet und in diszipliniertem Verfahren, an die Agrarpolitikerin Gisela Sengl (3), Markus Büchler aus Oberschleißheim (4), die Münchner Stadträtin Gülseren Demirel (5), den im Kreis Freising neu kandidierenden Johannes Becher (6), Claudia Köhler (7, Unterhaching) und Andreas Krahl (8).

Bekannte Namen weiter hinten: Ex-Fraktionschef Martin Runge sicherte sich die 12. Dann wurde es knapp: Der langjährige Münchner Bürgermeister Hep Monatzeder scheiterte am frühen Sonntagabend in insgesamt sechs Kampfabstimmungen hauchdünn bei den Plätzen 18 und 20 und sicherte sich erst 22. Er kann das verschmerzen, er hat ja einen Stimmkreis. Der frühere Fraktionsvorsitzende Sepp Dürr, ohne Stimmkreis, muss sich nun aber auf Platz 42 anstellen. 

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