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Die Chefin der kanadischen Grünen, Elizabeth May, im Wahlkampf - wurde aus diesem Grund der Becher manipuliert?

Kanada

Becher in der Hand: Grünen-Politikerin muss sich wegen Fotopanne verantworten

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Die kanadische Grünen-Chefin hält auf einem Foto einen Mehrweg-Becher in der Hand. Doch jetzt kam heraus: Der Becher wurde manipuliert.

Ottawa/Kanada - Es ist ziemlich lange unbemerkt geblieben - und schlussendlich doch aufgefallen. Den wiederverwendbaren Kaffeebecher mit Metallstrohhalm hat Elizabeth May, die Chefin der kanadischen Grünen, niemals in der Hand gehalten. Auf der Website der Partei war sie auf einem Foto mit diesem Becher zu sehen, im Gespräch mit Bürgern. Allerdings war das Foto schon zuvor veröffentlicht und auch an die Medien verbreitet worden - und da war der Becher noch ein schnöder (Papp)Becher, wie die kanadische National Post berichtete.

Grünen-Chefin muss sich wegen Fotopanne verantworten

Die National Post warf May daraufhin Manipulation vor und dass die Partei Fake News produziere, um beim Thema „Umweltschutz“ glaubwürdiger zu erscheinen. Und das mitten in einem Wahlkampf zur Unterhaus-Wahl, in dem es auch Trudeau wegen eines Bestechungsskandals zunehmend schwer hat.

Das Foto ging in den sozialen Medien viral und fachte die Diskussion über Fake News an. Ein User teilt eine Gegenüberstellung der Fotos und schreibt: „Die Grünen manipulieren ein Foto ihrer Vorsitzenden, um ihren Einwegbecher zu verheimlichen.“

Manipuliertes Foto: May veröffentlicht das Original mit ihrem Becher aus Bambus

May zeigte sich schockiert und beteuerte auf ihrem Blog, von dieser Aktion nichts gewusst zu haben. Um das zu unterstreichen, postete sie dazu gleich das Original: Sie, im Gespräch mit Bürgern, einen Becher in der Hand. Der allerdings, stellte sie richtig, sei aus Bambus. Sie habe ihn immer dabei. Eine Sprecherin der Partei sagte, es sei nur darum gegangen, das Parteilogo im Bild unterzubringen, und nicht, etwas zu vertuschen. Von dem Foto ist auf der Website nur noch ein Ausschnitt zu sehen.

May schreibt, es tue ihr Leid für den Mitarbeiter, der das getan habe. „Ich will ihn nicht als dumm bezeichnen, aber es gab ja nichts zu verbergen“, sagt sie gegenüber dem Guardianund erbat sich zugleich etwas von ihrem überengagierten Team: „Falls sie wieder Lust haben, ein Bild zu bearbeiten, könnten sie dann nicht was mit meinem Gesicht machen, sodass ich jünger aussehe?“

Auch die deutschen Grünen sind wegen ihres Gebrauchs von Einweg-Plastik oder wegen Flugreisen in Shitstorms geraten - ihre Bilder waren allerdings nicht gefotoshoppt. So aß die Chefin der bayerischen Grünen, Katharina Schulze, im Urlaub Eis mit Plastiklöffel, wie merkur.de* berichtete. 

*M erkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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