Wurde jetzt für das Bundesverdienstkeuz vorgeschlagen: Edward Snowden.

'Für Demokratie eingesetzt'

Grüne: Snowden das Bundesverdienstkreuz geben

Berlin - Die Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer hat den früheren US-Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

Mit seinen Enthüllungen über die Abhör- und Spionagetätigkeit des amerikanischen Geheimdienstes habe Snowden "Deutschland und der Welt einen großen Dienst erwiesen", schrieb Pothmer in einem am Donnerstag AFP übermittelten Brief an das Auswärtige Amt. Als "Whistleblower" habe sich der ehemalige CIA- und NSA-Mitarbeiter unter Inkaufnahme schwerwiegender persönlicher Konsequenzen "in besonderer Weise für die Demokratie und die Bürgerrechte in unserem Land eingesetzt". Ohne ihn wäre die Affäre "nicht ans Licht gekommen". Zuvor hatte "Zeit Online" über Pothmers Initiative berichtet.

Pothmer verwies darauf, dass das Bundesverdienstkreuz an in- und ausländische Bürger "für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland" verliehen werde.

Snowden hatte mit seinen Enthüllungen die Affäre um die Ausspähaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA ins Rollen gebracht. Der US-Geheimdienst soll auch die Kommunikation von etwa 35 internationalen Spitzenpolitikern überwacht haben, darunter das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Snowden hält sich derzeit in Russland auf, das ihm für ein Jahr politisches Asyl gewährte.

AFP

Lesen Sie auch: Snowden arbeitet jetzt für russische Website

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parteien fordern neue Terrorabwehr
Alle kritisieren Versäumnisse, keiner will so recht Schuld haben: Vier Wochen nach dem Berliner Terroranschlag steht das Versagen der Behörden im Mittelpunkt. Politiker …
Parteien fordern neue Terrorabwehr
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Ernst und nachdenklich gibt Obama seine letzte Pressekonferenz als US-Präsident. Sonst oft zu Scherzen aufgelegt, wirkt er fast melancholisch. Bei allem Bemühen um …
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
Washington - Mit einer nachdrücklichen Unterstützung der zentralen Rolle von Medien für eine funktionierende Demokratie hat sich US-Präsident Barack Obama von den …
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Washington - Der Ton wird schärfer in Washington. Nachdem sich Donald Trump immer wieder gegen Journalisten auflehnt, kommt jetzt der Konter - direkt aus dem Weißen Haus.
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an

Kommentare