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Auf ihrer Facebook-Seite präsentiert sich die CSU-Politikerin Dorothee Bär so fesch - und im Bundestag sogar im Dirndl. Im Parlament hat sich dafür Kritik eingehandelt.

Kotting-Uhl wettert gegen Tracht

CSU-Politikerin: Zoff um Dirndl-Auftritt im Bundestag

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Berlin - Im feschen Dirndl saß CSU-Staatssekretärin Dorothee Bär am Mittwoch auf der Regierungsbank im Bundestag. Ganz zum Missfallen von Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl.

Mit Bayern-Trikot im Bundestag: Welcher Fashion-Hammer kommt von Dorothee Bär als nächstes?

Im Dirndl auf der Regierungsbank im Reichstag sitzen? Wenn es nach mancher Grünen-Politikerin geht, ist genau das ein totales "no go". Dorothee Bär, ihres Zeichens Bambergerin und Verkehrsstaatssekretärin der CSU, saß am Mittwoch im feschen Dirndl im Bundestag. Doch die gebürtige Karlsruherin und Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl ist eine solche Verbundenheit zur bayerischen Tracht anscheinend nicht nachvollziehbar. Sie wetterte nämlich auf ihrem Twitter-Account gegen Dorothee Bär und bezeichnete den Auftritt der CSU-Frau als "rückständig"

Wie bei Twitter gewohnt, breitet sich die Diskussion über die Dirndl-Debatte der beiden Bundestagsabgeordneten im Netz schnell aus. Der Großteil der Twitter-Nutzer stellt sich dabei auf die Seite von Dorothee Bär und hat kein Verständnis für die Äußerungen der Grünen-Politikerin.

Rückenwind für die CSUlerin gibt's auch vom Koalitionspartner. Für Thomas Hitschler ist die Debatte über das Dirndl im Bundestag völlig unverständlich.

Dorothee Bär selbst nimmt die ganze Aufregung um ihre Person ziemlich gelassen. Zur "Bild" sagte die Bambergerin: "Schade. Ich dachte die Grünen hätten ihren Status als Verbotspartei hinter sich gelassen. Ein Dirndl ist keine Folklore und schon gar nicht 'rückständig'. Wer unter dem Deckmantel des Liberalismus surft, zeitgleich aber Menschen nach ihrem Äußeren betrachtet, ist der wahre Spießer. Eine Tracht ist keine Verkleidung."

wal

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