+
Der guatemalische Präsident Otto Pérez hat im Zuge eines Korruptionsskandals nun seinen Rücktritt erklärt. Foto: Esteban Biba

Guatemalas Parlament billigt Rücktritt von Präsident Pérez

Der Druck der Ermittler und Demonstranten war am Ende einfach zu groß: Kurz vor den Wahlen wirft der guatemaltekische Staatschef das Handtuch. Er soll persönlich an der Spitze einen Korruptionsrings gestanden haben.

Guatemala-Stadt (dpa) - Der guatemaltekische Kongress hat das Rücktrittsgesuch von Präsident Otto Pérez Molina angenommen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag dafür, den Rücktritt zu akzeptieren.

Bis zum Ende von Pérez' regulärer Amtszeit im Januar führt nun Vizepräsident Alejandro Maldonado die Amtsgeschäfte. Am Sonntag finden in dem mittelamerikanischen Land planmäßig Präsidenten- und Parlamentswahlen statt.

Pérez reichte in der Nacht seinen Rücktritt ein. Kurz zuvor hatte ein Richter Haftbefehl gegen den Ex-General erlassen. Nach Einschätzung der Ermittler stand er an der Spitze eines Korruptionsrings, der im Zollwesen Millionen Dollar unterschlug.

Kongress Guatemala

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Katalonien-Krise: Proteste gegen Aktivisten-Inhaftierung
Die Katalonien-Krise spitzt sich zu: Erstmals sitzen wichtige Unabhängigkeits-Aktivisten hinter Gittern. In Barcelona gehen 200 000 Menschen aus Protest auf die Straßen.
Katalonien-Krise: Proteste gegen Aktivisten-Inhaftierung
200.000 Menschen protestieren gegen U-Haft für katalanische Aktivisten
Bei einem Referendum stimmten 90 Prozent der Wähler für die Abspaltung Kataloniens von Spanien - die Unabhängigkeit der Region wurde aber noch nicht erklärt. Das zweite …
200.000 Menschen protestieren gegen U-Haft für katalanische Aktivisten
Xi Jinping warnt vor Gefahren für China
Nur alle fünf Jahre kommt der Parteikongress in China zusammen, um die Weichen zu stellen. Parteichef Xi Jinping will seine Macht ausbauen - und beschwört die Vision …
Xi Jinping warnt vor Gefahren für China
Türkei erhält weiter deutsche Rüstungsgüter - aber weniger
Normalerweise sind Rüstungslieferungen an einen Nato-Partner kein Aufreger. Die Türkei ist eine Ausnahme. Als Konsequenz aus der deutsch-türkischen Krise wurden die …
Türkei erhält weiter deutsche Rüstungsgüter - aber weniger

Kommentare