+
Flüchtlingsboot vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa. Foto: Italienische Marine/Archiv

Mindestens 17 tote Migranten im Mittelmeer

Wieder kommen Tausende Migranten über das Mittelmeer nach Europa. Deutsche, irische und italienische Schiffe bringen mehr als 3000 Menschen in Sicherheit - finden aber auch mindestens 17 Leichen.

Rom (dpa) - Mindestens 17 Bootsflüchtlinge sind auf dem Mittelmeer umgekommen. Die Leichen seien zusammen mit mehreren Überlebenden auf zwei Schlauchbooten entdeckt und anschließend geborgen worden, teilte die italienische Marine auf Twitter mit.

Insgesamt wurden in 17 Rettungsaktionen 3300 Flüchtlinge gerettet, wie die Küstenwache erklärte. Zuvor waren mehrere Notrufe über Satellitentelefone bei den Rettungskräften eingegangen.

Woran die 17 Migranten gestorben waren, war zunächst unklar. Die italienische Marine berichtete, sie habe Hunderte Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Laut italienischer Küstenwache waren auch Schiffe aus Deutschland und Irland sowie die italienische Marine und Finanzpolizei an den Rettungsaktionen im Freitag beteiligt.

Bei guten Wetter wagen vor allem im Sommer und Frühling immer wieder Tausende Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Viele von ihnen überleben die Reise mit kaum seetüchtigen Booten nicht, im April waren bei einem der bislang schlimmsten Unglücke im Mittelmeer vermutlich Hunderte Flüchtlinge ertrunken.

Marine auf Twitter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Armut für 21 Prozent der Kinder in Deutschland Dauerthema
Armut wird in Deutschland oft von Generation zu Generation vererbt. Laut einer Studie können Kinder diesem Schicksal kaum entkommen. Die Autoren fordern deshalb ein …
Armut für 21 Prozent der Kinder in Deutschland Dauerthema
Kommentar zu Katalonien: Der Notar im Politiker
Bei seinen Anhängern wird Rajoy wegen seiner harten Linie im Katalonien-Konflikt bejubelt - dabei hat er die separatistische Bewegung durch seine Art mehr verstärkt als …
Kommentar zu Katalonien: Der Notar im Politiker
UN-Geberkonferenz bittet um Spenden für Rohingya-Flüchtlinge
Hunderttausende muslimische Rohingya flohen vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in das benachbarte Bangladesch. Es ist die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise …
UN-Geberkonferenz bittet um Spenden für Rohingya-Flüchtlinge
Bürger in Norditalien stimmen für mehr Autonomie
Im Zuge der Katalonien-Krise wird der Ruf nach mehr Autonomie in anderen europäischen Regionen mit Sorge betrachtet. In Norditalien stimmt jetzt eine Mehrheit für mehr …
Bürger in Norditalien stimmen für mehr Autonomie

Kommentare