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Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Bei Rede in München

Guttenberg: Klare Absage an Politik-Comeback

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Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg unterstützt die CSU im Bundestags-Wahlkampf. Ein politisches Comeback hat er nun aber klar ausgeschlossen.

München - CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg war Wirtschafts- und Verteidigungsminister und galt bereits als Kanzler-Anwärter. In Umfragen war der Franke beliebtester Politiker, lag noch vor Kanzlerin Angela Merkel (CSU). Anfang 2011 stolperte er über eine Plagiats-Affäre und legte seine politischen Ämter nieder. Über sechs Jahre später gibt es immer wieder Gerüchte über ein Politik-Comeback.Zumal er im derzeitigen CSU-Wahlkampf für die Bundestagswahl mitmischen will. Unter anderem ist im September ein Auftritt beim „Gillamoos“-Volksfest im niederbayerischen Abensberg vorgesehen.

Nun hat Guttenberg allen Spekulationen über eine Rückkehr in den Politik-Betrieb eine klare Absage erteilt. "Ich bin dieses Jahr gerne bereit, meine Partei bei Wahlkampfthemen zu unterstützen, mich in Debatten einzubringen. Das ist es aber auch", erklärte Guttenberg laut der Welt am Rande einer Veranstaltung des Wirtschaftsprüfungs-Dienstleisters Deloitte in einem Münchner Nobelhotel.

Guttenberg wollte -Bericht über Comeback dementieren

In München referierte Guttenberg Karl-Theodor zu Guttenberg über die „geopolitische Zeitenwende“.  Themen: USA, Europa, der Nahen Osten, China und Nordkorea. Außen- und Verteidigungspolitik, das ist noch immer seine Welt. Aber offenbar nur noch als "Elder Statesman" (mit 45 Jahren).

Laut Welt war Guttenberg zu Ohren gekommen, dass der Spiegel in seiner kommenden Ausgabe eine Geschichte über eine mögliche Rückkehr plane. Deswegen sah er sich nun zu einem Dementi genötigt. Wer in den USA eine Firma zu führen habe und außerdem dort seine Familie und schulpflichte Kinder habe, könne nicht wieder hungrig und leidenschaftlich politische Ämter führen, betonte Guttenberg in München. Der Ex-Minister ist Vorsitzender und Gründer der New Yorker Beratungsfirma Spitzberg Partners.

Auch CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer hatte Gerüchte über Guttenbergs Politik-Comeback befeuert. So lobte Seehofer ihn vor wenigen Wochen in einem BR-Interview: "Er ist auch ein glänzender, talentierter, guter, international erfahrener Politiker." Wie Seehofer damals betonte, seien Guttenbergs Auftritte im Wahlkampf entscheidend für die Frage, wie es künftig für den CSU-Hoffnungsträger weitergeht. Eine Rückkehr in die Politik könnte demnach auch vom Zuspruch auf den Veranstaltungen abhängen.

Guttenbergs Auftritt in München hatte laut Welt der ehemalige CSU-Chef Edmund Stoiber eingefädelt. Er sitzt im Beirat des Beratungsunternehmens. Stoiber lobte zu Guttenberg als einen der herausragenden Außenpolitiker der deutschen Politik und betont: „keiner ist so gefragt wie er.“ Trotz seiner anhaltenden Beliebtheit: Auf den Politik-Betrieb hat Guttenberg offenbar keine Lust mehr. 

fro

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