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Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Zu Guttenberg lässt sich im Karneval vertreten

Aachen - Der wegen der Bundeswehraffären unter Druck geratene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) lässt sich bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst vertreten.

Nach Angaben des Aachener Karnevalsvereins (AKV) hat der nominierte Ritter seine Absage mit der “Lage in Afghanistan“ begründet. Stellvertretend werde ein “Knappe“ den Orden während der Festsitzung am 19. Februar in Aachen entgegennehmen, teilte der AKV am Dienstag mit. Der Ritter darf bestimmen, wer dieser Stellvertreter sein soll.

Guttenberg habe um Verständnis geworben: “Zu meinem aufrichtig größten Bedauern wird die jetzt absehbare Lage in Afghanistan es mir unmöglich machen, die so ehrenvolle Auszeichnung persönlich entgegen zu nehmen“, zitierte der Verein den Minister. Die Organisatoren bezeichneten die Absage als “schmerzlich“. Man sei sich aber des Risikos einer Absage bei der Nominierung bewusst gewesen. Jüngste Spekulationen, Ehefrau Stephanie zu Guttenberg werde die Auszeichnung entgegennehmen, ließ der Verein unkommentiert.

Mit der Auszeichnung würdigt der AKV den Mut des Ministers zum Widerspruch und zum “akrobatischen Querdenken für den gesunden Menschenverstand“. Scheinbar spielerisch und mit einer gehörigen Portion Schalk im Nacken schaffe zu Guttenberg den Spagat zwischen beherzter Bodenständigkeit und weitsichtiger Weltläufigkeit, erklärte er. Die ARD strahlt die Sitzung als Aufzeichnung aus.

dpa

Truppenbesuch: Zu Guttenberg mit Ehefrau Stephanie in Afghanistan

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