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Der Verteidigungsminister und seine Gattin beim Truppenbesuch in Afghanistan.

Abzugsdatum: Guttenberg auf Distanz zu Westerwelle

Berlin - Karl-Theodor zu Guttenberg dämpft Hoffnungen auf einen raschen Truppenabzug aus Afghanistan bereits im kommenden Jahr. Den von Guido Westerwelle ins Spiel gebrachten Vorschlag nannte der Verteidigungsminister “ehrgeizig“.

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Man müsse einen Abzug “verantwortungsvoll gestalten“ und “nicht Hals über Kopf einfach Afghanistan verlassen“, sagte Guttenberg am Dienstag in der ARD. Bei einem Abzug der deutschen Truppen dürften nicht diejenigen gefährdet werden, die am Hindukusch bleiben müssen. Den von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ins Spiel gebrachten Beginn des Abzugs nannte Guttenberg “ehrgeizig“. Auch die SPD hatte sich hinter Westerwelle gestellt und einen Beginn des Truppenabzugs 2011 gefordert. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel bekräftigte am Dienstag diese Haltung. Diese sei Voraussetzung für eine Zustimmung seiner Partei im Bundestag zum neuen Bundeswehrmandat.

Guttenberg mahnte zur Zurückhaltung. “Ich kann für mich oder die Bundesregierung nicht verantworten, verbleibende Soldaten zu gefährden, bloß, weil man einer gewissen Sache nachkommen will, die man behauptet hat“, sagte der CSU-Politiker zu Abzugsdaten. Denn jeder Ehrgeiz müsse sich an der Verantwortung messen lassen.

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Auch die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff warnte vor falschen Erwartungen. “Ich will die Erwartungen nicht zu hoch hängen. Es wird erste Schritte geben, aber noch keinen umfassenden Abzug“, sagte sie ebenfalls in der ARD. Es dürfe keine falschen Versprechungen an die Afghanen geben. “Die Afghanen werden sehr genau beobachten, ob wir dann weiterhin präsent sind, um für den Übergang auch für die Sicherheit mit zu sorgen“, sagte Hoff.

dapd

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