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Gregor Gysi macht sich für eine rot-rot-grüne Koalition auch auf Bundesebene stark.

Ernsthafte Annäherung gefordert

Gysi peilt Rot-Rot-Grün im Bund an

Berlin - Das rot-rot-grüne Experiment in Thüringen läuft. Jetzt will die Linke wissen, ob da auch was auf Bundesebene geht. Fraktionschef Gregor Gysi wird konkret.

Linksfraktionschef Gregor Gysi hat sich für ernsthafte Gespräche mit SPD und Grünen über ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene ausgesprochen. Dafür sollten die Parteivorsitzenden Personen benennen, die das gesamte politische Spektrum ihrer Parteien repräsentierten, sagte Gysi der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen ausloten, wo wir uns inhaltlich annähern können.“

In Thüringen regiert seit Anfang Dezember die erste rot-rot-grüne Koalition auf Landesebene. Auf Bundesebene gibt es bisher nur einen informellen Kreis aus Hinterbänklern im Bundestag, der nach Schnittmengen zwischen den drei Parteien sucht.

Gysi will der rot-rot-grünen Annäherung nun einen offizielleren Charakter verleihen. „Es wird Zeit, dass wir ernsthafte Gespräche führen, um zu sehen, was geht“, sagte er.

In der SPD gibt es vor allem beim linken Flügel Sympathien für Rot-Rot-Grün, während die Parteiführung skeptisch ist. Bei der Linken wollen die überwiegend ostdeutschen Pragmatiker auf eine Regierungsbeteiligung hinarbeiten. Die Ultralinken setzen dagegen auf einen Oppositionskurs.

Gysi legt Wert darauf, dass alle Parteiströmungen in die Diskussion über Rot-Rot-Grün eingebunden werden. „Man muss letztlich jeweils die ganze Partei dafür gewinnen.“

Bei SPD und Grünen gibt es vor allem wegen massiver Differenzen mit der Linkspartei in der Außenpolitik Vorbehalte gegen Rot-Rot-Grün. Gysi sieht an dieser Stelle aber nicht die größten Hürden. „Ich sage nicht, dass das leicht ist. Aber die eigentliche Schwierigkeit ist die Umverteilungsfrage“, sagte er.

dpa

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