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Andre Poggenburg.

Nach Türken-Beleidigungen

„Habe mich verkalkuliert“: AfD-Mann Poggenburg erklärt seinen Rücktritt

Der Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, tritt von seinen AfD-Spitzenämtern zurück.

Der Partei- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, tritt von beiden Ämtern zurück. Dies habe Poggenburg gegenüber der Landtagsfraktion in der vergangenen Woche angekündigt, teilte die Fraktion am Donnerstag in Magdeburg mit. Er will den Vorsitz der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt Ende des Monats aufgeben.

Poggenburg war nach einer Rede zum politischen Aschermittwoch, in der er die türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet hatte, in die Kritik geraten.

„Ich habe mich da tatsächlich verkalkuliert“, sagte der 42-Jährige am Donnerstag am Rande einer Landtagssitzung in Magdeburg. Er habe die Folgen und Reaktionen auf die Rede nicht richtig abgeschätzt. „Das muss ich auf meine Kappe nehmen.“ Deswegen habe er sich entschieden, sowohl als Parteichef als auch als Fraktionsvorsitzender zum 31. März zurückzutreten. Zuvor hatte er diesen Schritt bereits schriftlich erklärt, und begründet, er wolle so „Druck von Fraktion und Partei“ nehmen.

AfD hatte Poggenburg wegen der Rede abgemahnt

Der Bundesvorstand der AfD hatte Poggenburg wegen der Rede abgemahnt. Er selbst wies die Kritik an seinen Äußerungen als "Stimmungsmache" zurück.

In den vergangenen Monaten hatte es in der Magdeburger AfD-Fraktion wiederholt Machtkämpfe und interne Querelen gegeben. Drei Abgeordnete traten im vergangenen Jahr aus der Landtagsfraktion aus und begründeten dies unter anderem mit einem "Rechtsruck".

afp, mke

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