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„Äußerste Dramatik“: Grünen-Chef Habeck fordert neue Kontaktbeschränkung

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Von: Anna-Katharina Ahnefeld

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Robert Habeck
Robert Habeck © Florian Gaertner/photothek/IMAGO

Die Corona-Situation in Deutschland ist dramatisch. Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich besorgt – und stellt Forderungen.

Berlin – Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Deutschland schlägt Robert Habeck einen drastischen Schritt vor. So hat der Grünen-Chef Einschränkungen für Ungeimpfte ins Gespräch gebracht. „Kontaktbeschränkungen sind schmerzliche Einschnitte, das wissen wir alle noch zu gut. Aber angesichts der dramatischen Lage können sie für Ungeimpfte regional nötig werden“, führte der 52-Jährige in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Sonntag an. Auch halte er eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen für sinnvoll.

Des Weiteren sprach Habeck sich für strikte 2G-Regeln aus. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt etwa zu Gastronomie und Veranstaltungen haben. „Die Erhöhung der Sicherheit auf 2G plus, also das Testen von Geimpften, ist der logisch nächste Schritt, sobald die Testzentren wieder flächendeckend aufmachen“, fügte Habeck hinzu. Dringend geboten seien auch 3G-Maßnahmen am Arbeitsplatz und wieder eine stärkere Nutzung von Homeoffice. Auch Zugreisende nahm der Grünen-Politiker in den Blick – und forderte die dortige Einführung der 3G-Regelung. Eine Ansicht, die auch SPD-Politiker Karl Lauterbach vehement vertritt.

Habeck fordert Corona-Verschärfungen – und schlägt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte vor

„Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik“, machte Habeck deutlich. „Wenn die vierte Welle nicht schnell gebrochen wird, droht das Krankenhaussystem im Dezember zusammenzubrechen“, warnte er.

Weiter verteidigte er die Entscheidung der Ampel, die epidemische Lage auslaufen zu lassen. „Wir wollen eine rechtssichere Anschlusslösung, bei der das Parlament als demokratischer Souverän die wesentlichen Entscheidungen trifft“. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) etwa hatte zuletzt hart gegen die Ampel-Parteien geschossen und deren Politik angesichts der derzeitigen Corona-Situation als „brandgefährlich“ bezeichnet. (aka mit dpa)

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