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Die Kriminalität im Netz nimmt zu. Prominente Opfer gibt es zuhauf.

Nacktfoto-Klau, Doppelbuchungen, Abhörskandal

Hacker-Angriffe und Mega-Pannen der letzten Jahre

München - Angela Merkel, Facebook, Banken und nun die Telekom: Die Opfer von Hacker-Angriffen und Internetpannen sind zahlreich - und teilweise prominent. Hier sind ein paar der spektakulärsten Fälle.

  • Im Zuge der Enthüllungen um Whistleblower Edward Snowden wurde 2013 bekannt, dass das Handy einiger Bundestagsmitglieder und auch das von Kanzlerin Angela Merkel von der NSA abgehört worden war. Die Bundesregierung kritisierte die USA scharf: "Wenn sich bestätigt, dass tatsächlich diplomatische Vertretungen der Europäischen Union und einzelner europäischer Länder ausgespäht worden sind, dann müssen wir ganz klar sagen: Abhören von Freunden, das ist inakzeptabel, das geht gar nicht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Wir sind nicht mehr im Kalten Krieg."
  • Im Herbst 2014 haben unbekannte Hacker mit einem Angriff auf den Online-Speicherdienst iCloud eine Reihe von Promi-Nacktfotos erbeutet. Darunter waren auch Jennifer Lawrence, Rihanna, Kirsten Dunst und Kim Kardashian. Lawrence schrieb auf Twitter: „Es ist so hart, wie Dir Leute Deine Privatsphäre nehmen“.
  • Am 3. Juni 2016 kam es zum Fauxpass bei der Deutschen Bank. „Aktuell kommt es zu einer doppelten Darstellung von Buchungsposten in der Umsatzanzeige. Betroffen sind die Umsätze mit dem Buchungstag 01.06.2016", hieß es auf der Website des Unternehmens. Immerhin war schnell klar: "Es wurden jedoch keine Zahlungsverkehrsaufträge mehrfach ausgeführt. Es handelt sich hier um ein Darstellungsproblem." Mit anderen Worten: Es wurden keine Beträge doppelt abgebucht, sondern nur doppelt dargestellt. Das machte die verunsicherten Kunden an diesem Morgen auch nicht glücklicher.
  • Anfang Oktober 2016 ließen Kriminelle einen Trojaner auf die Facebook-Gemeinde los. In der Timeline auf Facebook und in Nachrichten im Messenger war ein vermeintliches Video von einem Facebook-Freund zu sehen. Die Schadsoftware verwendete dazu das Profilbild des Nutzers und platzierte einen Pfeil darüber. Verbunden war das vermeintliche Video mit einem Link. Wer auf den Link klickte, wurde auf eine falsche YouTube-Seite geleitet und dort aufgefordert, eine Schadsoftware herunterzuladen, die den Browser Google Chrome befiel. Hier lesen Sie, wie man sich gegen einen Facebook-Virus vernünftig schützen kann.
  • Am 3. November dieses Jahres kam es zu einer Software-Panne, die für ein Durcheinander auf Kundenkonten sorgte - diesmal bei der Targobank. Der Banksprecher betonte, ein Hackerangriff könne als Ursache für die Panne ausgeschlossen werden. "Ursache ist ein interner Datenübertragungsfehler, der in der Nacht vom 1. auf den 2. November entstanden ist." Teilweise waren Kontostände falsch angezeigt worden. Außerdem kam es zu Fehlbuchungen.
  • Ende November hatten 900.000 Telekom-Kunden Routerprobleme. Das Unternehmen war der Lage lange nicht Herr, beschenkt die Mobilfunkkunden aber immerhin mit gratis Datenvolumen. Auch die Telekom wurde offenbar Opfer von Hackern.

mke

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