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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

PKGr bestätigt

Hackerangriff aus Regierung dauert offenbar doch noch an

Der Hackerangriff auf das Regierungsnetzwerk dauert offenbar doch noch an. Armin Schuster (CDU) wies anders lautende Berichte zurück.

Berlin - Der Hackerangriff auf die Bundesregierung dauert offenbar weiter an. Es handele sich um "einen veritablen Cyberangriff auf Teile des Regierungsnetzes", sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKGr), Armin Schuster (CDU), nach einer Sitzung des Gremiums am Donnerstag in Berlin. Es gehe um einen "noch laufenden Angriff", sagte Schuster im Namen des gesamten PKGr weiter.

"Der Geheimnisverrat an sich ist ein beträchtlicher Schaden", fügte Schuster nach der knapp zweistündigen Unterrichtung des PKGr hinzu. Nach heutigem Stand versuche die Bundesregierung, "den Vorgang unter Kontrolle zu halten". Für eine komplette Schadensbeurteilung sei es noch zu früh. Welche Regierungsstellen von dem Hackerangriff betroffen waren oder sind, sagte Schuster nicht.

Ursprünglich hieß es, der Angriff sei am Mittwoch unter Kontrolle gebracht worden. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt gibt der Bundesregierung eine Mitschuld am Cyber-Angriff.

Der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz bekräftigte seine Kritik an der Informationspolitik der Bundesregierung. Diese sei "sehr misslich" gewesen, auch wenn es gute Argumente geben möge, warum bestimmte Informationen in den vergangenen Wochen "sehr eng" gehalten worden seien. Es sei aber "völlig inakzeptabel", dass die Informationen letztlich über die Medien an die Öffentlichkeit gelangt seien, bevor die zuständigen Kontrollgremien informiert worden seien. "Das ist ein handfestes Problem". Von Notz verlangte auch diesbezüglich "volle Aufklärung" von den Verantwortlichen.

dpa/AFP

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