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Christine Haderthauer ist nur knapp einem Schlaganfall entgangen.

Kritik an Politikern

Haderthauer will ehrlicheren Umgang mit Krankheiten

München - Die bayerische Staatsministerin und Leiterin der Staatskanzlei, Christine Haderthauer (CSU), fordert einen ehrlicheren Umgang in der Politik mit Krankheiten.

„Krankheit ist ein großes Tabu unter Politikern“, sagte Haderthauer der „Welt am Sonntag“. Die CSU-Politikerin war Ende März wegen einer Verengung der inneren Halsschlagader nur knapp einem Schlaganfall entgangen. Viele hätten ihr damals geraten, ihre Krankheit geheim zu halten, sagte Haderthauer. „Sag' lieber nicht, dass du nicht belastbar bist.“ Zu schnell werde geredet, ob jemand seiner Aufgabe überhaupt noch gewachsen sei, beklagte die Ministerin. „Jeder muss einmal krank sein dürfen, egal ob nun Politiker oder einfacher Arbeitnehmer.“

Als wichtige Stütze während ihrer Erkrankung nannte Haderthauer den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU): „Nimm dir die Zeit, die du brauchst“, sei dessen Botschaft gewesen. Das sei für sie unglaublich wichtig gewesen.

dpa

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