+
Nach zähen Verhandlungen hat die EU das Waffenrecht verschärft. 

Auch bei Film- und Theater

EU beschließt härtere Auflagen für privaten Waffenbesitz in Europa 

Brüssel - Nach zähen Verhandlungen zwischen Vertretern des Europaparlaments, der Staaten und der EU-Kommission sind die Auflagen für Waffenbesitz in der EU verschärft worden. 

Die neuen Auflagen haben die EU-Botschafter am Dienstag in Brüssel gebilligt. Das teilte der Rat als Vertretung der EU-Staaten mit. Damit reagiert Europa auch auf die Terroranschläge des vergangenen Jahres.

So müssen künftig auch deaktivierte Waffen registriert werden. Zudem gelten für Salutwaffen in Zukunft härtere Auflagen. Wenn es sich um umgebaute Versionen ursprünglich scharfer Waffen handelt - etwa für den Einsatz in Film- oder Theater - gelten strengere Vorgaben. In Zukunft bleiben sie in der gleichen Kategorie wie vor dem Umbau. Der Rückbau zu einer scharfen Waffe sei teils mit nur wenig Aufwand möglich, heißt es zur Begründung. Das europäische Waffenrecht sieht vier Kategorien vor, vom Verbot bis hin zu relativ leichten Auflagen.

Die neuen Regeln müssen sowohl vom Europaparlament als auch von den Staaten noch offiziell gebilligt werden. Sie gelten nur für zivile Nutzer wie Jäger oder Sportschützen, Militär und Polizei sind nicht betroffen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin
Wochenlang hatte es immer neue Verzögerungen gegeben. Auch am Dienstag halten juristische Verwicklungen den NSU-Prozess auf - doch am Nachmittag beginnen Beate Zschäpes …
Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin
Staatsregierung entschärft Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz
Die Staatsregierung verzichtet nach scharfer Kritik auf die Einführung einer Zentraldatei zur Erfassung sämtlicher in der Psychiatrie untergebrachter Patienten.
Staatsregierung entschärft Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz
Koalitionsstreit um Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche
Paragraf 219a im Strafgesetzbuch hat viele Gegner. Eine Reform des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen hätte im Bundestag wohl eine Mehrheit - auch ohne die Union.
Koalitionsstreit um Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche
Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin
Die Wunschverteidiger von Beate Zschäpe haben den Anklagevorwurf zurückgewiesen, sie sei Mittäterin an den NSU-Morden.
Verteidiger im NSU-Prozess: Zschäpe war keine Mittäterin

Kommentare