1. Startseite
  2. Politik

Bundesregierung: Ende der Hafenblockade in Odessa ist „Hoffnungsschimmer“

Erstellt:

Kommentare

Das Frachtschiff „Razoni“ auf dem offenen Meer
Das Frachtschiff „Razoni“ hat den Hafen von Odessa verlassen und liefert über 26.000 Tonnen Mais in den Libanon. © IMAGO/Yulii Zozulia

In den ersten Getreideexporten aus dem Hafen von Odessa sieht die Bundesregierung einen „Hoffnungsschimmer“ im Kampf gegen die internationale Ernährungskrise.

Berlin - Die Bundesregierung hat das Auslaufen des ersten Frachtschiffes mit ukrainischem Getreide aus dem Schwarzmeer-Hafen Odessa begrüßt. «Das ist ein Hoffnungsschimmer in einer sich zuspitzenden Ernährungskrise», sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Christofer Burger, am Montag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Jetzt sei es wichtig, dass das Getreideabkommen weiter mit Leben gefüllt werde und weitere Schiffe auslaufen könnten.

«Gleichzeitig arbeiten wir weiter mit Hochdruck an der Schaffung von alternativen Routen», sagte Burger weiter. «Denn die letzten Monate haben gezeigt, dass es fahrlässig wäre, sich auf Zusicherungen blind zu verlassen.» Die Initiative der EU-Kommission habe bereits zu einer enormen Steigerung der Exporte auf Straße und Schiene nach Europa geführt. Über diese Route, die vor Beginn des Kriegs in der Ukraine gar nicht existiert habe, seien im Juni und Juli jeweils rund 2,5 Millionen Tonnen Getreide transportiert worden.

«Aber richtig ist auch: Wir brauchen den Seeweg, um eine internationale Ernährungskrise zu verhindern», sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Deutschland gibt 880 Millionen Euro für Kampf gegen Hunger aus

Die Bundesregierung will den weltweiten Kampf gegen Hunger mit 880 Millionen Euro unterstützen. Dabei handele es sich zum einen um 430 Millionen Euro, die Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bereits im Februar bei einem G7-Treffen zugesagt habe, sagte ein Sprecher des Entwicklungsministeriums am Montag in Berlin. Die anderen Mittel kämen demnach aus dem Nachtragshaushalt. Regional verteilten sich die Gelder auf die Länder, die vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den Folgen stark betroffen seien, wie die Sahel-Region, das Horn von Afrika und der Nahe Osten. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet. (dpa)

Auch interessant

Kommentare