Kurz nach 18 Uhr

ntv-Reporterin feiert Hamburg-Prognose - Reaktion ihres Senders irritiert

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Ein Statement von ntv/RTL-Reporterin Heike Boese wirft nach der Hamburg-Wahl Fragen auf. Auch die Reaktion des Senders ntv irritiert. 

Hamburg-Wahl: Klare Verhältnisse in der Hansestadt - SPD und Grüne gewinnen haushoch

Hamburg - Das Ergebnis der Bürgerschaftswahl in Hamburg ist eindeutig: SPD und Grüne sind die eindeutigen Wahlgewinner - die bürgerlichen Parteien CDU und FDP sowie die rechte Partei AfD sind die klaren Verlierer des Wahlganges. 

Damit ist klar: Der Erste Bürgermeister der Hansestadt, der Sozialdemokrat Peter Tschentscher, kann weiterregieren. Sehr wahrscheinlich in einer rot-grünen Koalition mit den erstarkten Grünen um Spitzenfrau Katharina Fegebank

Nach dem Thüringen-Debakel erlebten dagegen CDU und FDP herbe Klatschen. Lange Zeit mussten AfD und FDP um einen Wiedereinzug in das Parlament zittern. Die CDU zeigt erneut, dass sie in deutschen Großstädten Probleme hat, Mehrheiten zu gewinnen. Das Erbe von Ole von Beust, der von 2001 bis 2010 CDU-Bürgermeister war, ist endgültig zerstört. 

Lesen Sie auch: Wahl-Skandal in Hamburg? Mann will seine Stimme abgeben und stößt dabei auf bittere Hürde

Hamburg-Wahl: Reporterin Heike Boese von ntv und RTL reagiert nicht neutral

Umso bemerkenswerter nach diesem klaren Sieg des linken Lagers, erscheint eine Reaktion von ntv/RTL-Reporterin Heike Boese. Sie berichtet seit fast 20 Jahren über das politische Geschehen in Berlin. Am Sonntagabend postete sie kurz nach der ersten 18-Uhr-Prognose auf ihrer Instagram-Seite: „Hamburg, bist ‚ne Perle! Gut gewählt!“

Auch ntv unterstützt das Statement von Reporterin Heike Boese nach Hamburg-Wahl

Sogar ihr Sender reagierte auf dieses alles andere als politisch neutrale Statement - es gab ein Herzchen dafür von der offiziellen ntv-Seite auf Instagram (RTL reagierte nicht). Ziemlich irritierend - zumal unklar bleibt, wie genau das Statement von Heike Boese gemeint ist. 

Bezieht sie ihre Freunde lediglich auf das schwache Abschneiden der AfD, die um den Wiedereinzug die Hamburger Bürgerschaft bangen musste? Oder meint die RTL-Reporterin damit auch das Debakel von CDU und FDP, die offenbar wegen Thüringen abgestraft wurden? 

Auch ntv scheint dieses Statement zur Hamburg-Wahl zu gefallen.

 Eindeutiger war eine Reaktion am Wahlabend im ARD-Studio. Nach der ersten Prognose der AfD unter 5 Prozent war deutlich Jubeln und Klatschen zu hören.

Lesen Sie zur Hamburg-Wahl auch einen Kommentar auf Merkur.de: AfD-Gegner sollten nicht voreilig jubeln

Nach den desaströsen Ergebnissen für die CDU in Thüringen und Hamburg: Kramp-Karrenbauer attackiert den SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil - soll die SPD doch „diese Regierung verlassen“.

Rubriklistenbild: © Screenshot ntv

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