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Noch verboten: In bayerischen Schulen darf nicht mit dem Handy hantiert werden.

Nach zunehmender Kritik

CSU stellt Lockerung des Handyverbots in Schulen in Aussicht

Das Handyverbot in bayerischen Schulen könnte schon bald gelockert werden. Dafür scheint sich nach vermehrter Kritik nun auch die CSU auszusprechen. Markus Söder äußert sich zum Vorgehen.

München - Das allgemeine Handyverbot an bayerischen Schulen wackelt. Nach wachsendem Druck auch von Eltern- und Lehrerverbänden stellte die Landtags-CSU am Donnerstag gewisse Lockerungen in Aussicht. Es werde sicher keine totale Freigabe geben, sagte der CSU-Bildungspolitiker Manfred Ländner im Bildungsausschuss des Landtags. Bei einem geplanten Runden Tisch von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) werde es aber um Anpassungen gehen. „Ich bin sicher, dass wir eine gute Lösung finden werden“, sicherte Ländner zu.

Das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz legt fest, dass Handys, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, im Schulgebäude und auf dem Schulgelände auszuschalten sind. Ausnahmen sind nur in Einzelfällen möglich, wenn ein Lehrer dies gestattet.

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Elternverband: „Nicht befriedigend, nicht demokratisch und nicht transparent“

SPD, Freie Wähler und Grüne bezeichneten das Handyverbot in dieser Form als überholt und nicht mehr zeitgemäß. Es sei nicht mehr ausreichend, das ins Ermessen jedes einzelnen Lehrer zu stellen, hieß es. Der Bayerische Elternverband kritisiert diese Lösung als „nicht befriedigend, nicht demokratisch und nicht transparent“. Dass Handys im Unterricht grundsätzlich ausgeschaltet sein müssen, daran wird zwar nicht gerüttelt. Der Druck, diese viel häufiger und viel selbstverständlicher auch im Unterricht einzusetzen, wächst aber.

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Mit den Geräten umgehen zu können, sei heute eine „Kulturtechnik“, ähnlich wie Lesen, Schreiben und Rechnen, sagte der Grünen-Politiker Thomas Gehring. Leopold Herz (Freie Wähler) argumentierte: „Wir müssen die Digitalisierung vorantreiben - auch in der Schule.“

Will das Thema Handyverbot in Schulen angehen: Markus Söder ist designierter Ministerpräsident Bayerns.

Söder für gelasseneren Umgang mit digitalen Medien

Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich für einen gelasseneren Umgang mit den digitalen Medien in der Schule aus. Der Umgang mit den Geräten müsse dort „pädagogisch eingeordnet werden“, sagte Söder dem Sender „Antenne Bayern“. Alle Eltern versuchten, ihre Kinder mit den Geräten auszustatten, schon um die Kinder zu erreichen, wenn die Schule aus ist. „Insofern sollte man noch mal überlegen, wie man das Gesamte im Rahmen einer digitalen Bildungsoffensive vernünftig angehen kann.“

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Zwei mögliche Wege wurden nun im Bildungsausschuss angesprochen: Entweder könnte jeder Schule die Entscheidung überlassen werden, wie sie in Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern die Handynutzung neu regelt. Oder es könnte neue rechtliche Rahmenbedingungen für alle Schulen geben. Die CSU plädierte eher für eine einheitliche Lösung: Man werde das nicht jeder einzelnen Schule selbst überlassen können, sagte Ländner. „Wir sollten uns insgesamt eine Regel geben.“ Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl, forderte ebenfalls bayernweit einheitliche Rahmenbedingungen.

dpa

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