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Rot-rot im Bund derzeit nicht in Sicht: Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Kraft schließt rot-rot im Bund derzeit aus

Berlin - Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die geplante Öffnung ihrer Partei für Koalitionen mit der Linken verteidigt.

Die SPD habe im Wahlkampf für Rot-Grün "wirklich mit dem Herzen gekämpft", am Ende habe es nicht gereicht, sagte Kraft am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Erkenntnis daraus sei, dass die SPD "andere Konstellationen" nicht von vornherein ausschließen dürfe. Das heiße aber nicht, dass die "morgen mit den Linken koalieren".

Auf Bundesebene bestünden zwischen SPD und Linken noch Differenzen in den Bereichen Außen- und Haushaltspolitik, sagte Kraft. Hier liege der Ball auch im Feld der Linkspartei. Die SPD-Politikerin betonte zugleich den Willen ihrer Partei, in den Koalitionsverhandlungen mit Union und SPD zu einem Ergebnis zu kommen. "Wir verhandeln sehr ernsthaft", sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". Nach den Sondierungsgesprächen sei ein "Einigungskorridor" mit CDU und CSU erkennbar geworden, "aber die Inhalte müssen jetzt auch kommen", sagte Kraft mit Blick auf die zuletzt schwierigen Gespräche.

Impressionen vom SPD-Parteitag in Leipzig

Impressionen vom SPD-Parteitag in Leipzig

CDU, CSU und SPD verhandeln seit drei Wochen über die Bildung einer großen Koalition. In einigen Bereichen gab es zuletzt zwar Annäherung, konkrete Beschlüsse zu Streitthemen wie Renten, Mindestlohn, doppelte Staatsbürgerschaft, Maut oder Schulfinanzierung stehen aber noch aus.

AFP

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