+
Hannelore Kraft setzt weiterhin auf Steuer-CDs

"Sört mich sehr"

Kraft ist Steuerausreden leid

Düsseldorf - Steuerhinterziehung geht für die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen gar nicht. Hannelore Kraft will deswegen vermehrt auf Steuer-CDs setzen.

Nordrhein-Westfalen will solange CDs mit Daten von Steuerhinterziehern kaufen, bis es ein Steuerabkommen mit der Schweiz gibt. „Am liebsten wäre es mir, wenn wir endlich ein Steuerabkommen mit einem automatischen Informationsaustausch bekämen“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) der „Bild am Sonntag“. „Solange es das nicht gibt, werden wir weiter CDs ankaufen.“

Zugleich will Kraft die Regeln für Selbstanzeigen bei Steuerhinterziehung verschärfen: „Mich stört sehr, dass ein Steuerbetrüger, der Selbstanzeige stellt, für den schon verjährten Zeitraum keine Steuern nachbezahlen muss.“ Diese grobe Ungerechtigkeit müsse schnell beseitigt werden.

„Ich kann die ganzen Ausreden auch nicht mehr hören“, sagte Kraft. „Wer sein Geld heimlich im Ausland versteckt, der nutzt hier doch trotzdem Leistungen des Staates wie Straßen oder Kitas und beklagt sich über die vielen Schlaglöcher und die fehlenden Betreuungsplätze.“

Höhere Steuern? Politiker-Zitate VOR und NACH der Wahl

Höhere Steuern? Politiker-Zitate VOR und NACH der Wahl

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Historischer Tag für die SPD: Andrea Nahles soll als erste Frau Parteichefin werden 
Nach langem Hin und Her ist es soweit: Die SPD bekommt auf ihrem Parteitag am Sonntag eine neue Chefin. Die Wahl von Andrea Nahles gilt als sicher. Konkurrentin Simone …
Historischer Tag für die SPD: Andrea Nahles soll als erste Frau Parteichefin werden 
So würde die CSU dastehen, wenn heute Landtagswahlen wären...
Ein knappes halbes Jahr vor der Landtagswahl in Bayern ist die CSU einer Umfrage zufolge weit von einer absoluten Mehrheit entfernt.
So würde die CSU dastehen, wenn heute Landtagswahlen wären...
Seehofer für „mehr Härte“ gegenüber abgelehnten Asylbewerbern
Bundesinnenminister Horst Seehofer will gegenüber abgelehnten Asylbewerbern eine schärfere Gangart einschlagen.
Seehofer für „mehr Härte“ gegenüber abgelehnten Asylbewerbern
Grünen-Chef Habeck: „Merkel und Scholz brechen ihren eigenen Koalitionsvertrag“
Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat der Bundesregierung vorgeworfen, in der Europapolitik den eigenen Koalitionsvertrag von Union und SPD zu verletzen.
Grünen-Chef Habeck: „Merkel und Scholz brechen ihren eigenen Koalitionsvertrag“

Kommentare