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Hans Söllner.

Wegen Putin und Trump

Hans Söllner beschimpft Seehofer derb auf Facebook

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München - Immer wieder äußert sich der Liedermacher Hans Söllner auf Facebook zu aktuellen politischen Themen. Mit einem Anti-Seehofer-Post hat er es womöglich etwas übertrieben.

Hans Söllner ist bei Fans und Gegnern vor allem für eins beliebt und berüchtigt: seine direkte Art, unbequeme Dinge auszusprechen. Dies tut er nicht nur zwischen und in den Zeilen in seinen Liedern. Nein, der über die Grenzen des Freistaats bekannte Bayer nutzt auch die sozialen Medien für seine Botschaften. Diesmal treibt er es mit seiner Authentizität sehr weit, womöglich überschreitet er dabei Grenzen. 

Ziel seines verbalen Austritts ist der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, den er in seinem Post vom Mittwochmittag wüst beschimpft. Dabei fallen Worte wie „geistiger Dünnschiss“, und er bezeichnet ihn auch als „Rassist“, „Menschenrechtverletzer“, „Kriegstreiber“ und „sozial Minderbemittelter“. Der Grund für den Söllnerschen Ausfall sind wohl die eher positiven Signale, die vom bayerischen Regierungschef in Richtung des noch recht frisch inaugurierten neuen US-Präsidenten gingen.

Söllner greift Seehofer unverblümt an

Auch dass Seehofer im vergangenen Jahr recht unverblümt den russischen Präsidenten Wladimir Putin hofierte, regt Söllner tierisch auf. Beide Staatenlenker macht er als Vorbilder für den Ministerpräsidenten aus. Deswegen freut der Liedermacher sich auch, Kraft seiner Intuition „schon vor 30 Jahren erkannt zu haben“, was der für einer sei.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass Söllner sich in die Tagespolitik einmischt und dabei für Aufsehen sorgt. So äußerte er sich in einem Lied über die Wahl im Nachbarland Österreich, wobei Seehofer auch damals sein Fett abbekam. Zudem kommentierte auch die den Flüchtlingen applaudierenden Menschen im Sommer 2015 am Münchner Hauptbahnhof. Bei letzterem Post entschuldigte er sich kurze Zeit später allerdings.

Die Reaktionen unter seinen neuesten Post fallen hauptsächlich positiv aus. Viele seiner Anhänger stimmen ihm zu und finden ihrerseits mehr oder weniger kreative Umschreibungen für Seehofer. Allerdings gibt es auch Gegenwind. „Hans, das geht zu weit! Lass Dich bitte behandeln! Das ist übelste Diffamierung!“, schreibt beispielsweise ein User.

Der Facebook-Post von Hans Söllner im Wortlaut

Ohne hier näher darauf ein zu gehen, was du in denn letzten 14 Tagen an geistigem Dünnschiss von dir gegeben hast, sage ich dir das eine: Halt endlich mal dein dummes Maul du" Bauern Trump L" 

Wenn Rassisten und Menschenrechtverletzer, Kriegstreiber und sozial Minderbemittelte deine politischen Vorbilder sind dann freue ich mich über meine Intuition, schon vor 30 Jahren erkannt zu haben, dass du das schon immer warst, was du heute bist. Ein Rassist und Menschenrechtverletzer und ein Kriegstreiber und sozial Minderbemittelter " Bauern Trump L" 

Hans Söllner

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