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Journalist Markus Feldenkirchen verriet bei „Hart aber fair“ brisante Informationen aus dem Zirkel um Jens Spahn.

Brisante Aussagen über möglichen Merkel-Sturz

„Hart aber fair“: Journalist packt Gerüchte-Hammer aus

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„Hart aber fair“ drehte sich um Merkels Personalentscheidungen im möglicherweise künftigen GroKo-Kabinett. Dass der Name Jens Spahn diskutiert wird, war vorhersehbar, nicht aber die brisanten Vorwürfe.

München – Markus Feldenkirchen gilt als sehr gut informierter Journalist für den „Spiegel“ rund um das Berliner Politikgeschehen. Er durfte Martin Schulz im Wahlkampf monatelang begleiten, ist dazu ein beliebter Talkshowgast. Am Montagabend bei „Hart aber fair“ wollte Gastgeber und Moderator Frank Plasberg von seinen Gästen wissen: „Merkels neue Mannschaft – sieht so Erneuerung aus?“

Musikproduzent Thomas Stein, Bundestagsvize Thomas Oppermann (SPD), Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union und selbst FDP-Generalsekretärin Nicola Beer waren sich einig: Merkel hat das Richtige getan. Und Feldenkirchen?

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Journalist packt Gerüchte-Hammer aus

Auf die Frage, ob nun das Gesundheitsministeramt für den aufstrebenden Jens Spahn eher eine Belohnung oder eine Bestrafung sei, lächelte dieser süffisant und antwortete dann: „Aus Angela Merkels Sicht ist es mal wieder ein machttaktisch genialer Schachzug gewesen“, fängt er an. Denn „Herr Spahn und seine Freunde. zu denen auch Herr Ziemiak und viele andere“ gehören würden, hätten in den letzten zwei Wochen eher etwas ganz anderes geplant. „Für den Fall, dass er nicht eingebunden wird, war die Überlegung, ob Herr Spahn im Herbst Fraktionschef Volker Kauder oder sogar gegen Ende des Jahres Angela Merkel als Parteichefin herausfordern sollte.“ Es klingt nach Revolte der Jungen gegen die Altgedienten.

Das sei durch die Benennung Spahns zum Gesundheitsminister nun überflüssig, glaubt aber der „Spiegel“-Journalist. Feldenkirchen schränkte aber ein, dass dies nicht heißen solle, dass er Spahn ungeeignet halte, die notwendigen Reformen im Gesundheitsbereich und der Pflege durchzusetzen.

„Jetzt kann man sich irgendwelche Strategien ganz bunt ausmalen“

Ein vielsagender Blickwechsel zwischen Oppermann und Ziemiak, der den Kopf schüttelte. Wieso Plasberg an dieser Stelle Feldenkirchen unterbrach und nicht nachhakte oder den Chef der Jungen Union noch einmal zu diesen brisanten Aussagen des Journalisten befragte, darüber könnte sich mancher Zuschauer gewundert haben. (Hier finden Sie die Sendung in voller Länge)

Ziemiak erklärte dann selbst in Richtung Feldenkirchen: „Jetzt kann man sich irgendwelche Strategien ganz bunt ausmalen, aber der wahre Grund ist, dass sich Jens Spahn in diesem Bereich auskennt. Er hat als bundespolitischer Sprecher im Gesundheitsressort gute Arbeit geleistet.“

Spahn gilt seit der Flüchtlingskrise als scharfer Kritiker der Kanzlerin. Der 37-Jährige vertritt den konservativen Flügel der Partei und hat tatsächlich große Unterstützer, gerade in der Jungen Union. FDP-Frau Beer glaubt in der Debatte, Merkel wolle Spahn mit dem Posten kaltstellen, Manager Stein forderte dem Hoffnungsträger eine Chance zu geben.

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Feldenkirchen gibt auch Einschätzung zu Gabriel

Doch damit nicht genug. Feldenkirchen erklärte wenig später an anderer Stelle indirekt, dass die SPD-Chefs planen würden, dem im Volk beliebten Außenminister Sigmar Gabriel den Posten zu entziehen. Obgleich ihn laut ARD-Deutschlandtrend 84 Prozent der SPD-Anhänger und 72 Prozent aller Befragten gerne weiter im Amt sehen würden.

Doch denen nimmt der Journalist den Wind aus den Segeln: „Was man da so hört hinter den Kulissen der SPD, kann man sich das sogar sehr praktisch vorstellen“, sagt er. Es sei die Absicht derjenigen, die das entscheiden sollen, „da einen Schlussstrich zu ziehen“, fügte Feldenkirchen an. Gabriel habe in seinen Jahren als SPD-Chef zu vielen Genossen einen vor den Latz gegeben.

Die SPD will mit ihrer Kabinettsverkündung noch bis nach dem Mitgliederentscheid am kommenden Wochenende warten – vorausgesetzt er geht pro GroKo aus.

Immerhin waren sich alle in der Runde einig, dass die Genossen wohl knapp für „Ja“ stimmen werden. Und falls nicht? „Es gibt keinen Plan B“, sagt Oppermann. Irgendwie beunruhigend. (Hier erfahren Sie alles zum Mitgliederentscheid)

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