Vor allem Meldeversäumnisse geahndet

Harte Strafen bei Verstößen gegen Hartz-IV-Auflagen

Berlin - Die Jobcenter ahnden einem Pressebericht zufolge Verstöße gegen die Auflagen für Hartz-IV-Empfänger wieder strenger.

Allein im Mai seien mehr als 90.000 Strafen gegen Bezieher des Arbeitslosengeldes II verhängt worden, berichtet die "Bild"-Zeitung (Mittwochsausgabe). Dies sei der höchste Monatswert seit Februar 2011 und der zweithöchste seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 überhaupt.

Im Schnitt wurde den Betroffenen dem Bericht zufolge der Satz um 109,91 Euro gekürzt. Bestraft wurden demnach vor allem Meldeversäumnisse (66.016 Fälle) und Verstöße gegen Eingliederungsvereinbarungen (10.153). Bis zum Mai war die Zahl der Sanktionen deutlich zurückgegangen, weil die Jobcenter wegen Kritik an der Sanktionspraxis auf die Bremse getreten waren, wie die "Bild" weiter schreibt. Seit Jahresanfang habe es 405.328 Strafen gegeben, 30.000 weniger als Vorjahreszeitraum.

afp

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