+
Ob Arbeitslosigkeit krank macht oder umgekehrt Krankheit bedürftig, lässt sich aus der Studie nicht ableiten. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv- und Symbolbild

Hartz-IV-Empfänger fühlen sich kränker als Erwerbstätige

Nürnberg (dpa) - Hartz-IV-Empfänger schätzen ihre Gesundheit schlechter ein als Menschen mit Job. 40 Prozent der Empfänger von Arbeitslosengeld II gaben in einer Befragung an, gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein.

Bei den Erwerbstätigen waren es dagegen nur etwa 20 Prozent, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte. Auch früheren Hartz-IV-Empfängern, die wieder eine Arbeit gefunden haben, ging es gesundheitlich deutlich besser als den weiterhin Bedürftigen.

Die Forscher betonen jedoch, dass die Befragungsergebnisse keinen Aufschluss über Ursache und Wirkung geben. Es könne sein, dass Arbeitslosigkeit krank mache; aber genauso, dass Krankheit bedürftig mache. "In der Praxis der Arbeitsvermittlung kann sich der im Durchschnitt schlechtere Gesundheitszustand von Leistungsbeziehern als Vermittlungshemmnis darstellen", schreiben die IAB-Forscher. Für die Studie wurden etwa 11 700 Menschen zwischen 20 und 64 Jahren befragt.

IAB-Kurzbericht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hunderte Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer - Italien spricht von „Menschenfleisch“
Italien macht Jagd auf private Seenotretter, und massenweise Migranten sterben im Mittelmeer. Für Innenminister Salvini sind die geretteten Flüchtlinge „Menschenfleisch“.
Hunderte Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer - Italien spricht von „Menschenfleisch“
Erdogans Herausforderer zieht Millionenpublikum in Izmir an
Ein Selbstläufer werden die Wahlen in der Türkei für Präsident Erdogan und seine AKP nicht, glaubt man den Umfragen. Muharrem Ince, Präsidentenkandidat der …
Erdogans Herausforderer zieht Millionenpublikum in Izmir an
SPD bereitet sich vorsorglich auf mögliche Neuwahl vor
Berlin (dpa) - Die SPD bereitet sich angesichts der heftigen internen Konflikte beim Koalitionspartner gedanklich auf eine mögliche Neuwahl vor.
SPD bereitet sich vorsorglich auf mögliche Neuwahl vor
„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?
In den Parteien will man den Asyl-Streit eher herunterkochen. Im heute journal stellt Moderator Claus Kleber hingegen eine Frage, die aufhorchen lässt.
„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.