+
CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt (l.) erwartet von Angela Merkel einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik.

CSU-Landesgruppenchefin

Hasselfeldt fordert von CDU Kurswechsel in Flüchtlingspolitik

Berlin - Vor dem CDU-Parteitag in Karlsruhe hat CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt die Schwesterpartei zu einem Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik aufgefordert.

"Die CSU erwartet ein klares Signal zur Begrenzung des Flüchtlingszustroms", sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sollten die Bemühungen um eine bessere Sicherung der EU-Außengrenzen und die Einrichtung sogenannter Hotspots "nicht zu den gewünschten Effekten führen oder gar nicht realisierbar sein, muss man auch andere Maßnahmen erwägen. Dies kann neben der besseren Sicherung der nationalen Grenzen auch die Zurückweisung von Flüchtlingen an den deutschen Grenzen sein."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte dagegen der "Welt am Sonntag", man schließe in Europa nicht leichtfertig Grenzen. "Wir brauchen eine Lösung, die tatsächlich nachhaltig und damit auch dauerhaft wirkt." Dafür werde er auf dem Parteitag werben. Die Sicherung der Außengrenzen und die Verhandlungen mit der Türkei hätten "zeitlich und inhaltlich Vorrang". Der Minister fügte allerdings hinzu: "Wenn man etwas anderes täte, dann müsste man es machen - und nicht vorher darüber reden."

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Washington - Der Ton wird schärfer in Washington. Nachdem sich Donald Trump immer wieder gegen Journalisten auflehnt, kommt jetzt der Konter - direkt aus dem Weißen Haus.
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Ehemaliger US-Präsident George H.W. Bush auf Intensivstation
Houston - Sorge um den früheren Präsidenten Bush: Der 92-Jährige liegt auf der Intensivstation. Auch seine Frau Barbara wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ehemaliger US-Präsident George H.W. Bush auf Intensivstation
Juncker: Wir werden mit Trump zurechtkommen
Berlin - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich zurückhaltend zur Zusammenarbeit mit dem gewählten US-Präsidenten Donald Trump geäußert.
Juncker: Wir werden mit Trump zurechtkommen
Streit um Holocaust-Gedenken in der AfD
Dresden - Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke hat mit massiver Kritik am Holocaust-Gedenken der Deutschen Empörung ausgelöst - auch innerhalb der eigenen Partei.
Streit um Holocaust-Gedenken in der AfD

Kommentare