Landesgruppenchefin im Merkur-Gespräch

Hasselfeldt: Friedrich hat rechtens gehandelt

München - Hans-Peter Friedrich wird auch bei einem Ermittlungsverfahren stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe bleiben. Das bestätigte Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt im Gespräch mit dem Münchner Merkur.

"Ich gehe davon aus, dass Hans-Peter Friedrich rechtens gehandelt hat", sagte Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt dem Münchner Merkur. "Er ist und bleibt stellvertretender Vorsitzender der Fraktion." Es gelte die Unschuldsvermutung. "Ich gehe nicht davon aus, dass die Ermittlungen zu einer Anklage führen", sagte Hasselfeldt. Mit der Information des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel über den Verdacht gegen Sebastian Edathy habe der damalige Innenminister "menschlich anständig und nachvollziehbar gehandelt – in gutem Glauben, Schaden von der Koalition abzuwenden", sagte Hasselfeldt.

Zugleich zeigte sich die Landesgruppen-Vorsitzende "sehr verwundert" darüber, wie lange die Bearbeitung des Falls Edathy durch Bundeskriminalamt und Staatsanwaltschaft gedauert habe. "Es kann nicht sein, das solche Dinge so lange offenbar unbearbeitet bleiben", sagte Hasselfeldt und forderte Konsequenzen. "Das muss man in den parlamentarischen Gremien jetzt aufarbeiten. Wir sollten dabei auch über eine stärkere Priorisierung entsprechender Ermittlungsverfahren sprechen."

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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