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Einer von drei Angeklagten wird in den Gerichtssaal geführt.

Terrorprozess

Syrienrückkehrer muss viereinhalb Jahre in Haft

Stuttgart - Er selbst sagt, er Habe nur humanitäre Hilfe leisten wollen. Jetzt muss ein Syrienrückkehrer ins Gefängnis - wegen Mitgliedschaft und Unterstützung einer Terrorgruppe, die dem IS nahe steht.

Wegen Mitgliedschaft und Unterstützung einer IS-nahen Terrorgruppe in Syrien ist ein 25-Jähriger in Stuttgart zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Zwei Mitangeklagte erhielten Haftstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten. Alle drei mussten sich wegen Mitgliedschaft und Unterstützung der IS-nahen Terrorgruppe „Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar“ (JMA) in Syrien verantworten.

Der 25-jährige Hauptangeklagte Ismail I. reiste laut Gericht im August 2013 nach Syrien. Er sei fest entschlossen gewesen, sich dem bewaffneten Dschihad („Heiliger Krieg“) anzuschließen. Nach einer vierwöchigen Militärausbildung sei er - mit Hilfe des Salafisten-Predigers Sven Lau in Deutschland - einer deutschen Gruppe innerhalb der JMA zugeteilt worden. Er habe an mindestens einem Kampf in dem Gebiet um die nordsyrische Stadt Aleppo teilgenommen.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland Ende Oktober 2013 kaufte er nach Angaben des Vorsitzenden Richters unter anderem medizinische Gegenstände, Tarnkleidung und Nachtsichtgeräte für die Terrormiliz. Sein Bruder Ezzeddine I. und Mohammad Sobhan A. hätten ihn dabei unterstützt. Das Trio flog im November 2013 bei dem Versuch auf, die Gegenstände mit einem Auto nach Syrien zu bringen.

Ismail I. erklärte vor Gericht, er habe in Syrien humanitäre Hilfe leisten wollen. Er sei unfreiwillig in das Trainingslager gekommen. Gekämpft habe er nicht. In dem Camp sei er lediglich zum „Küchendienst verdonnert“ worden.

dpa

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