+

Nach rechten Übergriffen

Heidenau: Die Lage hat sich "entspannt"

Heidenau - Nach den Randalen von Rechtsextremen in zwei aufeinanderfolgenden Nächten ist die Lage an der Asylbewerberunterkunft im sächsischen Heidenau am Sonntagabend ruhig geblieben.

Die Situation sei "entspannt", sagte Polizeisprecher Marko Laske in Heidenau der Nachrichtenagentur AFP. Rechtsextreme seien lediglich "absolut vereinzelt" in der Nähe der Unterkunft unterwegs. Die mehr als 170 Polizeibeamten vor Ort sorgten demnach dafür, dass es keine Zusammenrottungen von aggressiven Gegnern der Asylbewerberunterkunft mehr gebe.

Anhänger der rechten Szene hatten in den beiden vorherigen Nächten massiv Polizeibeamte vor der Erstaufnahmeeinrichtung angegriffen. Daraufhin hatte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Einrichtung eines Kontrollbereiches in Heidenau angekündigt, der unter anderem Platzverweise und Aufenthaltsverbote und damit das Fernhalten potenzieller Gewalttäter ermöglicht.

In der Nacht zum Montag harrten laut Laske noch etwa 50 Unterstützer der Asylbewerberunterkunft vor dem Gebäude aus. Zwischenzeitlich hätten insgesamt etwa 200 aus Dresden angereiste Befürworter der Unterkunft in Heidenau demonstriert. Die Stimmung sei "emotionsgeladen" gewesen, es habe aber "keine nennenswerten Vorfälle" gegeben.

Als die linksgerichteten Demonstranten zum Bahnhof von Heidenau zurückgekehrt seien, habe es allerdings an einer Tankstelle auf ihrem Weg eine Rangelei gegeben, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei habe eingreifen müssen und Pfefferspray eingesetzt. Die Gründe für die Auseinandersetzung und die Zahl möglicher Verletzter müsse noch geklärt werden.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Slowenische Präsidentenwahl ohne Entscheidung
Sloweniens seit fünf Jahren amtierendes Staatsoberhaupt Borut Pahor hat die Präsidentenwahl am Sonntag klar gewonnen.
Slowenische Präsidentenwahl ohne Entscheidung
Katalonien: Puidgemont droht bei Unabhängigkeitserklärung Gefängnis
Nachdem der spanische Ministerpräsident Rajoy angekündigt hatte, die Regionalregierung abzusetzen und Neuwahlen auszurufen, steht der katalanische Regierungschef …
Katalonien: Puidgemont droht bei Unabhängigkeitserklärung Gefängnis
Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
Die Bundeswehr hat die Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer im Nordirak am Sonntag nach gut einwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen.
Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin
Das Ziel der Veranstalter schien äußerst ehrgeizig, dann aber übertrifft die Beteiligung an ihrer Demonstration sogar ihre Erwartungen. Der Einzug der AfD in den …
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion