Heiko Maas
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Bundesaußenminister Heiko Maas wollte der Bundeswehr gratulieren. Auf Twitter erntete er allerdings nur jede Menge Spott.

Verpatzte Glückwünsche zum Jubiläum

Heiko Maas gratuliert Bundeswehr - und sorgt mit Foto-Panne für Spott: „Zeigt die ganze Unfähigkeit“

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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65 Jahre Bundeswehr - dazu wollte Außenminister Heiko Maas seine besten Glückwünsche aussprechen. Die Aktion ging jedoch nach hinten los. Es folgte jede Menge Spott.

  • Außenminister Heiko Maas wollte auf Twitter der Bundeswehr gratulieren.
  • Sein Posting zum 65-Jährigen ging jedoch gewaltig nach hinten los.
  • Ein Foto, das er teilte, zeigte keine deutschen Soldaten, sondern belgische UN-Blauhelmsoldaten.

Berlin - Eigentlich wollte Außenminister Heiko Maas* auf Twitter nur der Bundeswehr zum 65. Geburtstag gratulieren. Doch mit seinem Tweet zum Jubiläum sorgte er für jede Menge Spott.

Grund für die hämischen Reaktionen, die vor allem von anderen Politikern kamen, war ein Foto, das der Außenminister zu seinen Glückwünschen stellte. In seinem Text bedankte sich Maas zunächst bei den Soldaten. „Unsere Bundeswehr wird 65 Jahre alt. Sie steht für Frieden und Demokratie und nicht nur heute ist ein guter Tag, unseren Soldatinnen und Soldaten danke zu sagen, die sich weltweit teils unter größter Gefahr und persönlichem Risiko dafür einsetzen“, twitterte er. Dazu stellte Maas jedoch ein Foto, auf dem er nicht etwa einem Bundeswehrsoldaten, sondern einem belgischen UN-Blauhelmsoldaten in Mali die Hand schüttelt.

Außenminister Maas gratuliert Bundeswehr - und sorgt mit Foto-Panne für Spott: „Unfähigkeit unserer Regierung“

Schon bald nach der Veröffentlichung schlug der Post auf Twitter hohe Wellen. Zahlreiche Politiker meldeten sich zu der etwas unglücklichen Text-Bild-Schere zu Wort. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Mitglied des FDP*-Bundesvorstandes, griff das Posting des Außenministers mit folgenden Worten auf: „Ob Mailand oder Madrid - Hauptsache Brüssel. Herzlichen Glückwunsch, liebe Bundeswehr. Hauptsache ist doch, dass sich unser Außenminister freut. Und als Europäer nehmen Belgier sicherlich auch gerne die Glückwünsche für die Bundeswehr von Heiko Maas entgegen.“

Für ihren ironischen Tweet bekam Strack-Zimmermann einiges an Zuspruch. „Das Bild zeigt, wie realitätsfern Maas und sein PR-Team unterwegs sind“, lautet ein Kommentar darunter. „Das Bild zeigt die ganze Unfähigkeit unserer Regierung“, formuliert es ein anderer Nutzer noch drastischer.

Außenminister Maas gratuliert Bundeswehr und sorgt mit Foto-Panne für Spott - Original-Tweet gelöscht

Mit ihren „Glückwünschen“ blieb die FDP-Politikern nicht alleine. Unter anderem meldete sich auch CSU-Politiker Florian Hahn zu Wort: „Lieber Heiko Maas, Sie schütteln da zwar keinem Bundeswehr-Soldaten die Hand sondern einem Belgier, aber der freut sich bestimmt auch über Ihre Glückwünsche.“

Der originale Glückwunsch-Tweet verschwand daraufhin vom Account des Außenministers. Maas lieferte aber eine Erklärung zu der Foto-Panne. „Unsere Bundeswehr arbeitet eng mit anderen Streitkräften zusammen. Auf meinem Foto zum Bundeswehrjubiläum waren so auch belgische SoldatInnen - es entstand, als ich die Bundeswehr 2019 in Mali besuchte“, heißt es in einem Posting. „Der Tweet ist gelöscht, um Missverständnisse zu vermeiden. Mein Dank bleibt“, so Maas.

Doch nicht nur der „Dank“ des Außenministers bleibt. Auch seine Twitter-Panne lässt sich im Internet nicht so einfach auslöschen. So postete Florian Hahn „für alle Fälle“ noch einmal das Original auf seinem Account.

Foto-Panne von Außenminister Maas zum Bundeswehr-Jubiläum - Hämische Kommentare folgen

Auch Martin Sonneborn, Satiriker und Fraktionsloses Mitglied im Europäischen Parlament, ließ es sich nicht nehmen, den verpatzten Tweet noch einmal zu veröffentlichen. „Nett, dass Sie sich bei unseren Belgischen Streitkräften bedanken, Kollege Heiko Maas, aber die gibt‘s doch schon seit über 100 Jahren... Smiley!“, schrieb er dazu. (nema) (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

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