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Jederzeit erreichbar: Heiko Maas, Justizminister, und Amtsvorgängerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Amtsvorgängerin hilft

Maas: Besondere Freude über Handynummer

Berlin - Der neue Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will auf den Sachverstand seiner Vorgängerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nicht verzichten.

Bei der Amtsübergabe am Mittwoch in Berlin dankte Maas der FDP-Frau für deren Handynummer - und für den Hinweis, dass er sie bei Fragen jederzeit anrufen könne. „Ich weiß nicht, ob Sie das noch bereuen in nächster Zeit.“ Er werde nämlich ganz sicher von dem Angebot Gebrauch machen.

Im Gegenzug versprach Maas seiner Vorgängerin, sich für ihre Kandidatur als Generalsekretärin des Europarats nach Kräften einzusetzen. Er habe bereits „um Aufnahme in ihr Wahlkampfteam“ gebeten. Generell solle es viel mehr sozialliberale Kooperationen geben, sagte der SPD-Mann. „Wir brauchen keine Pizza-Connection. Wir machen gleich zusammen Wahlkampf.“

Maas, der bislang auf Bundesebene eher weniger in Erscheinung getreten ist, sagte: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Name in diesem Haus in den vergangenen Tagen oft gegoogelt wurde.“ Für ihn sei die neue Aufgabe eine große Herausforderung, auf die er sich sehr freue. Beim ersten Besuch im Ministerium und beim Blick auf die Bildergalerie seiner Vorgänger habe ihn aber die „eher kurze Verweildauer“ mehrerer Minister erschrocken. Er wolle nun die „durchschnittliche Verweildauer“ etwas nach oben ziehen.

Mühe gab sich Maas, den sperrigen Namen des neu zugeschnittenen Ressorts - „Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ - korrekt wiederzugeben. „Ich weiß, wie wichtig es ist, sich an dieser Stelle nicht zu versprechen.“

dpa

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