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Andrea Nahles.

SPD-Chefin stärkt Heil den Rücken

Heils Rentenplan sorgt für Ärger - Nahles verteidigt ihn

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert das Rentenkonzept von Sozialminister Hubertus Heil (SPD) scharf.

München – „Die vorgelegten Rentenpläne sind teuer, ungerecht und kurzsichtig“, bezieht die BDA in der FAZ Stellung. Die Zusatzleistungen würden allein bis 2030 mit rund 75 Milliarden Euro zu Buche schlagen. 

„Davon werden rund 65 Milliarden Euro die Beitragszahler schultern müssen“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der Zeitung. „Das ist eine schwere Hypothek für die junge Generation und für Wachstum und Beschäftigung.“ Die BDA sprach sich deshalb sowohl gegen Maßnahmen wie die geplante „doppelte Haltelinie“ zur Stabilisierung des Rentenniveaus als auch gegen die Verbesserung der Mütterrenten aus.

Hubertus Heil (SPD).

Nahles verteidigt Heils Pläne

SPD-Chefin Andrea Nahles verteidigte die Pläne. „Hubertus Heils Konzept sorgt dafür, dass die Renten wieder den Löhnen folgen. Wir stoppen das Absinken des Rentenniveaus und machen die Rente stabil“, sagte sie unserer Zeitung. Das sei ein echter Wendepunkt. „Die Stabilisierung des Rentenniveaus ist nichts, was wir verschenken. Das haben sich die Menschen verdient“, sagte Nahles weiter. 

Lesen Sie auch: Der AfD droht bei der Rente ein neuer Richtungsstreit

Auch sei die wirtschaftliche Situation heute nicht mehr zu vergleichen mit der Anfang des Jahrtausends. „Der Mechanismus, der das Rentenniveau immer weiter absinken ließ, wurde eingeführt, als die Spielräume klein waren. Heute sind wir in der Situation, dass wir die Rente verlässlich machen können und zwar auch für kommende Generationen.“ Und weil ein gutes Leben im Alter eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft sei, „sind wir bereit, hierfür auch Steuergeld in die Hand zu nehmen.“

hor, afp 

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