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Georg Anastasiadis.

Kommentar von Georg Anastasiadis

Helfer flüchten aus Idomeni: Außer Kontrolle

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München - Menschen zünden sich an, treten in den Hungerstreik, bedrohen andere Flüchtlinge: Im mazedonisch-griechischen Grenzlager Idomeni geraten die Dinge außer Kontrolle. Ein Kommentar.

So sehr, dass nun bereits freiwillige Helfer wie die „Ärzte ohne Grenzen“ die Flüchtlingsstadt verlassen, aus Angst, selbst zur Zielscheibe der wachsenden Frustration der hier Gestrandeten zu werden. Auch die Essensausgabe ist unterbrochen, weil Hitzköpfe Hilfsorganisationen hindern, das Lager zu beliefern. Sie wollen die europäischen Politiker so dazu zwingen, die Balkanroute wieder zu öffnen.

Doch dazu wird es nicht kommen. Gewalt, auch wenn sie aus Verzweiflung wächst, darf nicht den Weg nach Europa ebnen. Wenn die lange untätige griechische Regierung Schlimmeres verhindern will, muss sie nun rasch handeln und Idomeni räumen – und die Migranten notfalls auch gegen deren Willen in die bereitstehenden Unterkünfte bringen, wo sie ihren Asylantrag stellen können. Das gibt keine schönen Bilder. Aber so ist es leider immer, wenn Illusionen zerstört werden. In diesem Fall ist es die von Berlin zu lange genährte Illusion, Deutschland könne am Ende alle Schutzsuchenden aufnehmen. Das freundliche Gesicht, das die Kanzlerin der Welt so gern zeigen wollte – in Idomeni und an der türkischen Küste wird es gerade sehr hart und abweisend.

Georg Anastasiadis

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