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Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) leben 2.000 Syrer in Bayern als Flüchtlinge.

Interview mit Innenminister

Herrmann: 2.000 Syrer leben in Bayern als Asylbewerber

München – Über die Aufnahme von Syrien-Flüchtlingen sprachen wir mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann: Er verrät, dass 2.000 bereits in Bayern leben.

Herr Minister, zeichnet sich bei der Innenminister-Konferenz ein Konsens in puncto Aufnahme von Syrien-Flüchtlingen ab?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns bei der Innenministerkonferenz auf eine Erweiterung des Kontingents um noch einmal 10.000 Personen verständigen werden.

Also auf dann insgesamt 20.000 Flüchtlinge?

Ja, wobei von den ersten 10.000 zumindest in Bayern bisher nur etwa die Hälfte angekommen ist. Der Bedarf ist angesichts der vielen Menschen, die aus Syrien geflohen sind, nach wie vor enorm. Wir haben in Bayern viele syrische Familien, die sich bereiterklärt haben, die Kosten für die Aufnahme von Familienangehörigen zu übernehmen.

Ist die Aufnahme von 20.000 Personen mit Blick auf das Leid und Chaos in Syrien nicht zu wenig?

Die Not in Syrien ist groß. Wir dürfen aber auch den ständig wachsenden Zustrom von Asylbewerbern aus anderen Ländern als Syrien nicht außer Acht lassen. Derzeit leben etwa 2.000 Syrer als Asylbewerber in Bayern. Es kommen aber auch Tausende aus anderen Ländern. Wir müssen aufpassen, dass wir die Kommunen mit der Unterbringung all dieser Personen nicht überfordern.

Während des Balkankriegs wurden gut 320.000 Flüchtlinge bewältigt.

Das ist richtig. Als auf dem Balkan Krieg herrschte, sind die Leute in die Nachbarländer geflohen. Von Kroatien aus war es auch nicht weit nach Deutschland. Insofern ist es nur logisch, dass die Mehrzahl der Syrien-Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und der Türkei Zuflucht gefunden hat. Deutschland ist nicht Haupt-Zielort für syrische Flüchtlinge. Aber wir leisten einen wichtigen Beitrag. Kein anderes EU-Land nimmt von dort so viele Flüchtlinge auf wie Deutschland. Wir engagieren uns hier wirklich stark.

Ist das der Grund, warum Sie für eine großzügigere Aufstockung sind?

Mehr als weitere 10.000 steht derzeit nicht zur Diskussion.

Interview: Werner Menner

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