TSV 1860 München zu „Geisterspiel“ verurteilt

TSV 1860 München zu „Geisterspiel“ verurteilt
+
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Winfried Bausback standen der Presse am Donnerstag Rede und Antwort.

Unbekannter nahm Einfluss

Herrmann: Ansbach-Bomber bekam Anweisung aus dem Nahen Osten

Ansbach/Gmund - Wie am Mittwoch bekannt wurde, stand der Selbstmordattentäter bis kurz vor der Tat in Kontakt mit einem Unbekannten. Die Ermittler lokalisierten den Chat-Partner nun im Nahen Osten.

Die möglichen Anweisungen für den Ansbacher Selbstmord-Attentäter kamen aus dem Nahen Osten. Woher genau, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag zunächst nicht mit. Die Ermittler kennen derzeit auch nicht die Person, um die es geht, sagte der CSU-Politiker in Gmund am Tegernsee. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Anschlag für sich reklamiert.

Herrmann hatte am Mittwoch erklärt, es gebe Hinweise, dass der 27-jährige Syrer noch kurz vor der Explosion einer Bombe in seinem Rucksack über einen Internet-Chat in Kontakt mit einem Unbekannten gestanden habe. Am Donnerstag präzisierte Herrmann: Unmittelbar vor dem Anschlag habe der Unbekannte dem Täter konkrete Anweisungen gegeben, was er tun solle, wie er sich verhalten solle.

„Der Gesprächspartner wusste genau, worum es geht“, sagte Herrmann. Er habe beispielsweise gewusst, dass der 27-Jährige Sprengstoff dabei hatte. Als dieser von Sicherheitsleuten in der Nähe des mutmaßlichen Anschlagsziels, einem Musikfestival, berichtet habe, habe der Unbekannte gesagt, er solle sich ein Schlupfloch suchen oder einfach durchgehen.

Der Flüchtling aus Syrien war am Sonntag bei der Explosion einer Bombe in seinem Rucksack gestorben. Er war mehrfach in psychiatrischer Behandlung und soll auch zweimal versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Nach Angaben von Sozialministerin Emilia Müller (CSU) war seine Traumatherapie monatelang unterbrochen. Sie sei im Januar 2016 zunächst beendet und erst vor wenigen Wochen fortgesetzt worden, sagte Müller am Donnerstag in Gmund.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kushner dementiert Absprachen mit Russland
Jared Kushner gilt als einflussreicher Mann in Präsident Trumps Umfeld. Aber er steht wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre unter Druck. Nun geht der 36-Jährige in …
Kushner dementiert Absprachen mit Russland
Nato schlägt Kompromiss im Streit um Konya-Besuche vor
Noch immer dürfen keine Bundestagsabgeordneten die Soldaten in der Türkei besuchen. Eine offizielle Stellungnahme der Nato dazu ist nicht zu erwarten, weil sie auch von …
Nato schlägt Kompromiss im Streit um Konya-Besuche vor
Mindestens 15 Tote bei Explosion in Pakistan
Im pakistanischen Lahore gab es eine Explosion, die Ursache ist noch ungeklärt. 
Mindestens 15 Tote bei Explosion in Pakistan
Tote bei Angriff auf israelische Botschaft in Jordanien
Ein Streit über Sicherheitsmaßnahmen nach einem Anschlag am Tempelberg hat neue blutige Unruhen ausgelöst. Jetzt bringt ein tödlicher Zwischenfall auf dem …
Tote bei Angriff auf israelische Botschaft in Jordanien

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion